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| Projekt OMS

Zwischenbericht zur OMS-Machbarkeitsstudie veröffentlicht

Im Projekt OMS wurde die Machbarkeitsstudie veröffentlicht
Bild: Projekt OMS des BMAS www.projekt-oms.de

Im Projekt OMS sind nach der Bestandsaufnahme nun erste Vorschläge zur Verbesserung der Meldeverfahren bewertet worden. Eine Zwischenbilanz stellt konkrete Optimierungsvorschläge zur Machbarkeitsstudie vor und gibt einen Ausblick auf die noch anstehenden Arbeiten im Projekt OMS.

Bürokratieabbau und Effizienzgewinn sollen Einzug halten in die verschiedenen Melde-, Antrags- und Bescheinigungsverfahren der Sozialversicherung. So lautet das Ziel vom OMS-Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Zur Halbzeit des Projektes wurde nun ein Zwischenbericht der Machbarkeitsstudie Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) veröffentlicht. Sie gewährt auf 54 Seiten Einblicke in die Arbeit des Projektes und ist nach dem Kostenbericht (s. News v. 27.3.2013) die zweite Veröffentlichung von Projektergebnissen.

Hohe Zahl von Optimierungsvorschlägen

Stolze 160 Optimierungsvorschläge wurden von Seiten der Wirtschaft, den Softwareerstellern und Sozialversicherungsträgern eingebracht. Nachdem doppelte oder ähnliche Ideen zusammengefasst wurden, standen netto 111 Vorschläge auf dem Programm. Die Bewertung so vieler Vorschläge würde den zeitlichen Rahmen des Projektes sprengen. Daher haben sich die Projektteilnehmer die 30 wichtigsten Vorschläge herausgesucht.

Herausgekommen: ein bunter Mix verschiedenster Ansätze

Einige Vorschläge sind bereits auf den ersten Blick nachvollziehbar, wie z. B. die Wiedereinführung des optionalen Anfrageverfahrens einer Versicherungsnummer bei der Rentenversicherung. Andere hören sich eher kryptisch an wie der "stichtagsbezogene Versionswechsel" oder wecken Erinnerungen an politische Diskussionen der letzten Jahre. So finden sich in den 30 Vorschlägen auch die Zentralisierung der Datenannahme und die Schaffung einer monatlichen Meldung analog dem ELENA-Verfahren wieder.

Neun Optimierungsvorschläge im Detail

Der Zwischenbericht verrät noch keine endgültigen Ergebnisse, zeigt aber anhand von 9 Vorschlägen ausführlich die Hintergründe und den konkreten Nutzen auf. So wird z. B. am BEA-Verfahren verdeutlicht, wie die Erfahrungen und Techniken aus dem ELENA-Verfahren genutzt werden können. Das BEA-Verfahren ermöglicht es Arbeitgebern, die bisher auf Papier zu erstellenden Bescheinigungen an die Bundesagentur für Arbeit elektronisch abzugeben.

Informationsaustausch optimieren

Die Kommunikationswege zu verbessern, ist ein weiteres Anliegen, das sich in den Optimierungsvorschlägen wiederspiegelt. Insbesondere sollen bestehende Medienbrüche in einzelnen Verfahren beseitigt werden, in denen Sozialversicherungsträger elektronische Bescheinigungen auf Papierwegen anfordern.

Neben der Prozessverbesserung soll aber auch an der persönlichen Kommunikation gearbeitet werden. So zielt ein Vorschlag auf eine neu zu schaffende Informationsplattform ab, auf der sich Softwareersteller von Entgeltabrechnungsprogrammen mit den Sozialversicherungsträgern über fachliche und technische Fragen austauschen.

Ausblick zur abschließenden Bewertung

Am 31.12.2013 soll es soweit sein: Zu allen 30 Verbesserungsvorschlägen werden

  • die wirtschaftlichen Auswirkungen sowie

  • die rechtlichen und technischen Voraussetzungen

in einem Abschlussbericht dargestellt. Selbstredend werden dabei auch die datenschutzrechtlichen Aspekte berücksichtigt. Man darf also gespannt sein, welche Ergebnisse am Ende des Projektes stehen - und noch mehr, wie diese die Entgeltabrechnung erleichtern werden. 

Ergebnisse des OMS-Projekts mit Dauerwirkung

Von den umfangreichen Dokumentationen  innerhalb des Projekt OMS erhofft man sich bereits jetzt Dauernutzen. Denn es wurde umfassend bewertet und analysiert. Dies könnte auch bei künftigen Machbarkeitsstudien helfend herangezogen werden. Durch OMS liegen schließlich zum ersten Mal standardisierte Prozessbeschreibungen der 39 untersuchten Verfahren in der Sozialversicherung vor.

Haufe Online Redaktion

Projekt OMS, Elektronische Entgeltersatzleistung (EEL), Beitragsnachweisverfahren, Versicherungsnummer

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