19.05.2010 | Entgelt

Pauschale Lohnzuschläge in Ausnahmefällen steuerfrei

Die Steuerbefreiung setzt grundsätzlich Einzelaufstellungen der tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden an Sonn- und Feiertagen oder zur Nachtzeit voraus. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit gezahlt werden. Lesen Sie in unserem Top-Thema alles zu den steuerfreien Zuschlägen.

In einem aktuellen Streitfall beim Bundesfinanzhof ging es um eine Bäckerei. Gebacken wurde ausschließlich in den Nachtstunden. Der Arbeitgeber zahlte den Mitarbeitern monatlich neben dem Bruttoarbeitslohn (pauschale) Nachtarbeitszuschläge, die auf den Gehaltsabrechnungen gesondert ausgewiesen wurden.

In einem solchen Fall sind die Einzelaufstellungen nach der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteil v. 22.10.2009, VI R 16/08) verzichtbar, weil die Arbeitsleistungen fast ausschließlich zu der steuerlich begünstigten Nachtzeit erbracht wurden.

 

Achtung "Fallstricke"

Bei der Steuerfreiheit von Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit drohen aber weitere Fallstricke. Schwierig ist insbesondere die Ermittlung des Grundlohns, auf dem die Steuerbefreiung zu berechnen ist. Die Finanzverwaltung setzt zudem erhebliche Nachweispflichten für den Arbeitgeber voraus. Die lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtliche Beurteilung stimmt nicht immer vollständig überein. Nun drohen weitere Sonderprobleme!

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuer

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