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17.04.2014 | Serie FAQ zur Mahlzeitengestellung auf Dienstreisen

Was sich 2014 bei der Mahlzeitenbesteuerung geändert hat

Serienelemente
Die selbst geschmierte Stulle ist auf Dienstreisen eher die Ausnahme
Bild: www.f1online.de

Eine vom Arbeitgeber bei einer Dienstreise zur Verfügung gestellte Mahlzeit wurde bisher regelmäßig mit dem sog. Sachbezugswert als Arbeitslohn angesetzt. Diese Methode kommt 2014 nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz.

Eine Kürzung des Werbungskostenabzugs beim Arbeitnehmer scheidet aus, wenn dem Arbeitnehmer für die berufliche Auswärtstätigkeit bereits dem Grunde nach keine Verpflegungsmehraufwendungen zustehen, weil er die 8-Stunden-Mindestabwesenheit nicht erreicht oder die 3-Monatsfrist bereits abgelaufen ist.

Hier verlangt der Gesetzgeber weiterhin die Besteuerung der vom Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt gewährten Verpflegung in Höhe der amtlichen Sachbezugswerte.

In allen anderen Fällen ist die Besteuerung der Mahlzeit gesetzlich ausgeschlossen, wenn der Mitarbeiter steuerlich eine Verpflegungs­pauschale geltend machen könnte. Dies ist immer der Fall, wenn er mehr als 8 Stunden oder mehrere Tage unterwegs ist. Statt der Besteuerung des geldwerten Vorteils kommt es zwingend zur Spesenkürzung.

  • Warum hat man das bisherige System geändert?

Vielfach wurde beklagt, die Besteuerung der Mahlzeiten als Arbeitslohn sei kompliziert und führe zu Problemen, insbesondere wenn Lohn- und Reisekostenabrechnung im Unternehmen von unterschiedlichen Abteilungen abgerechnet werden. Die Praxis hatte sich jedoch oftmals dadurch geholfen, dass man statt der Besteuerung des geldwerten Vorteils den Sachbezugswert von den Spesen abgezogen hat.

Diese "kleine" Kürzung ist ab 2014 nicht mehr erlaubt. Stattdessen erfolgt zwingend eine Kürzung der Verpflegungspauschalen - für ein Frühstück um 20 % und für ein Mittag- und Abendessen um jeweils 40 % der Verpflegungspauschalen für eine 24-stündige Abwesenheit. Das entspricht für Auswärtstätigkeiten im Inland einer Kürzung der jeweils zustehenden Verpflegungspauschale um 4,80 EUR für ein Frühstück und jeweils 9,60 EUR für ein Mittag- bzw. Abendessen.

Haufe Online Redaktion

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Reisekosten, Arbeitgeberbewirtung, Mahlzeitengestellung, Verpflegungspauschale, Sachbezugswerte

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