27.12.2016 | Mahlzeiten

Neue Sachbezugswerte für 2017

Die amtlichen Sachbezugswerte 2016 für Mahlzeiten sind festgesetzt worden.
Bild: Corbis

Mahlzeiten, die arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an Mitarbeiter und Mitabeiterinnen abgegeben werden, sind 2017 mit dem anteiligen amtlichen Sachbezugswert von 1,70 Euro beziehungsweise 3,17 Euro zu bewerten.

Die Sachbezugswerte ab dem Kalenderjahr 2017 sind neu festgesetzt worden (Neunte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung vom 21. November 2016, BGBl 2016 I Seite 2637). Demzufolge beträgt der Wert für Mahlzeiten, die ab 2017 gewährt werden:

  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,17 Euro,
  • für ein Frühstück 1,70 Euro.

Sachbezugswerte für Mahlzeitengestellung

Die Sachbezugswerte gelten für arbeitstägliche Mahlzeiten,

  • die durch eine vom Arbeitgeber selbst betriebene Kantine, Gaststätte oder vergleichbare Einrichtung abgegeben werden.
  • die die Mitarbeiter in einer nicht selbst betriebenen Einrichtung erhalten, wenn der Arbeitgeber aufgrund vertraglicher Vereinbarung durch Barzuschüsse oder andere Leistungen zur Verbilligung der Mahlzeiten beiträgt.

Ein geldwerter Vorteil ist als Arbeitslohn zu erfassen, wenn und soweit der vom Mitarbeiter gezahlte Preis (einschließlich Umsatzsteuer) den maßgebenden amtlichen Sachbezugswert unterschreitet.

Barzuschüsse bei Mahlzeiten 

Bestehen die Leistungen des Arbeitgebers aus Barzuschüssen in Form von Essenmarken (Essensgutscheine, Restaurantschecks) ist die Mahlzeit mit dem maßgebenden Sachbezugswert zu bewerten, wenn

  • tatsächlich eine Mahlzeit abgegeben wird.
  • für jede Mahlzeit nur eine Essenmarke täglich in Zahlung genommen wird,
  • und der Verrechnungswert der Essenmarke den amtlichen Sachbezugswert um nicht mehr als 3,10 Euro (dieser Wert bleibt 2017 unverändert) übersteigt, d. h. die Essenmarke darf 2017 einen Wert von höchstens 6,27 Euro haben.

Hinweis: Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 8. Dezember 2016, IV C 5 - S 2334/16/10004

Elektronische Essensmarken

Die Verwaltung hat auch die Verwendung elektronischer Essensmarken gebilligt (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. Februar 2016, IV C 5 - S 2334/08/10006). Zulässig ist es, wenn durch entsprechende Smartphone-Apps die Belege vollautomatisiert erfasst und geprüft werden und monatliche Abrechnungen dem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, aus denen sich die erforderlichen Erkenntnisse für das Vorliegen der steuerlichen Anforderungen ergeben.

Mahlzeiten bei Auswärtstätigkeiten

Die Sachbezugswerte gelten grundsätzlich auch für Mahlzeiten, die dem Mitarbeiter während einer beruflichen Auswärtstätigkeit zur Verfügung gestellt werden, wenn der Preis der Mahlzeit 60 Euro nicht übersteigt. Die Besteuerung einer üblichen Mahlzeit als Arbeitslohn ist jedoch gesetzlich ausgeschlossen, wenn der Mitarbeiter für die betreffende Auswärtstätigkeit dem Grunde nach eine Verpflegungspauschale geltend machen könnte. Das ist der Fall bei mehr als achtstündiger Abwesenheit sowie bei mehrtägigen Reisen.

Verpflegungspauschale ist zu kürzen

Die für den Tag der Auswärtstätigkeit in Betracht kommende Verpflegungs­pauschale ist wegen der Mahlzeitengestellung des Arbeitgebers in diesen Fällen zwingend wie folgt zu kürzen:

  • um 20 Prozent für ein Frühstück und
  • um jeweils 40 Prozent für ein Mittag- und Abendessen

der für die 24-stündige Abwesenheit geltenden höchsten Tagespauschale. In Deutschland sind das auch 2017 4,80 Euro für ein Frühstück und 9,60 Euro für ein Mittag-/ Abendessen. Ein Sachbezugswertansatz kommt demnach nur bei eintägigen Auswärtstätigkeiten unter acht Stunden in Betracht.

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Schlagworte zum Thema:  Mahlzeit, Sachbezugswerte

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