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Neue Sachbezugswerte für 2016

Die amtlichen Sachbezugswerte 2016 für Mahlzeiten sind festgesetzt worden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Sachbezugswerte für das Kalenderjahr 2016 sind festgesetzt worden. Der neue amtliche Sachbezugswert für ein Mittag- oder Abendessen beträgt 3,10 Euro, der Wert für ein Frühstück beträgt 1,67 Euro.

Die Sachbezugswerte ab Kalenderjahr 2016 sind neu festgesetzt worden (Achte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung vom 18.11.2015, BGBl 2015 I Seite 2075). Demzufolge beträgt der Wert für Mahlzeiten, die ab Kalenderjahr 2016 gewährt werden:

  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,10 EUR,
  • für ein Frühstück 1,67 EUR.

 Die Sachbezugswerte gelten für arbeitstägliche Mahlzeiten,

  • die durch eine vom Arbeitgeber selbst betriebene Kantine, Gaststätte oder vergleichbare Einrichtung abgegeben werden.
  • die die Mitarbeiter in einer nicht selbst betriebenen Einrichtung erhalten, wenn der Arbeitgeber auf Grund vertraglicher Vereinbarung durch Barzuschüsse oder andere Leistungen zur Verbilligung der Mahlzeiten beiträgt.

Ein geldwerter Vorteil ist als Arbeitslohn zu erfassen, wenn und soweit der vom Mitarbeiter gezahlte Preis (einschl. Umsatzsteuer) den maßgebenden amtlichen Sachbezugswert unterschreitet.

Barzuschüsse bei Mahlzeiten 

Bestehen die Leistungen des Arbeitgebers aus Barzuschüssen in Form von Essenmarken (Essensgutscheine, Restaurantschecks) ist die Mahlzeit mit dem maßgebenden Sachbezugswert zu bewerten, wenn

  • tatsächlich eine Mahlzeit abgegeben wird.
  • für jede Mahlzeit nur eine Essenmarke täglich in Zahlung genommen wird,
  • und der Verrechnungswert der Essenmarke den amtlichen Sachbezugswert um nicht mehr als 3,10 EUR übersteigt.

Mahlzeiten bei Auswärtstätigkeiten

Die Sachbezugswerte gelten grds. auch für Mahlzeiten, die dem Mitarbeiter während einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit oder im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung vom Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten zur Verfügung gestellt werden, wenn der Preis der Mahlzeit 60 EUR nicht übersteigt.

Verpflegungspauschale

Die Besteuerung einer üblichen Mahlzeit als Arbeitslohn ist jedoch gesetzlich ausgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer für die betreffende Auswärtstätigkeit dem Grunde nach eine Verpflegungspauschale geltend machen könnte (§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG). Das ist der Fall bei mehr als 8-stündiger Abwesenheit sowie bei mehrtägigen Reisen. Die für den Tag der Auswärtstätigkeit in Betracht kommende Verpflegungs­pauschale ist wegen der Mahlzeitengestellung des Arbeitgebers in diesen Fällen zwingend wie folgt zu kürzen:

  • um 20% für ein Frühstück und
  • um jeweils 40% für ein Mittag- und Abendessen

der für die 24-stündige Abwesenheit geltenden höchsten Tagespauschale.
In Deutschland sind das 4,80 EUR für ein Frühstück und 9,60 EUR für ein Mittag-/ Abendessen.

 

Hinweis: BMF-Schreiben vom 09.12.2015 - IV C 5 - S 2334/15/10002

Haufe Online Redaktion

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