22.11.2011 | Entgelt

Lohnsteuerermäßigungsverfahren 2012 (Teil 3): Behinderten-Pauschbeträge

Die Gemeinden haben dem Bundeszentralamt für Steuern die Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene mit dem jeweiligen Gültigkeitsdatum übermittelt. Diese Pauschbeträge fließen daher automatisch in die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ein.

Sie sind den betroffenen Arbeitnehmern im Rahmen eines Infoschreibens in den vergangenen Wochen von den Finanzverwaltung – zusammen mit den anderen gespeicherten Lohnsteuerabzugsmerkmalen – mitgeteilt worden.

Der Pauschbetrag für behinderte Menschen bzw. Hinterbliebene wird aber nur dann automatisch in die ELStAM übernommen, wenn er vorher von der Gemeinde zutreffend gespeichert worden ist. Das wird in vielen Fällen nicht geschehen sein. Hier muss der Arbeitnehmer somit im Rahmen des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens tätig werden.

Solange die Lohnsteuerkarten 2010 weiterhin Anwendung finden, gelten auch die dort gespeicherten Pauschbeträge automatisch weiter. Spätestens zum Start des neuen Verfahrens (voraussichtlich am 1.4.2012) müssen aber evtl. erforderliche Korrekturen eingepflegt sein.

Hinweis:

In einigen Fällen sind die elektronisch zutreffend gespeicherten Behindertenpauschbeträge wegen eines Softwarefehlers im ELStAM-Informationsschreiben nicht ausgewiesen. Von diesem Fehler betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden voraussichtlich noch im November ein korrigiertes Schreiben erhalten.

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuer

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