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| Lohnsteuerabzug

Kein Abbau der kalten Progression in Sicht

Auch wer noch so oft nachrechnet wird wohl der kalten Progression nicht entgehen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Obwohl mit Rekordeinnahmen aus dem Steueraufkommen zu rechnen ist, gibt es derzeit keine Chance auf einen Abbau der kalten Progression – das hat die Regierung verkünden lassen. Die kalte Progression sorgt dafür, dass Lohnerhöhungen durch höhere Steuersätze wieder aufgezehrt werden.

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, werde zwar Ende des Jahres ein Bericht zu den Auswirkungen der kalten Progression vorgelegt. Für 2014 und 2015 gebe es derzeit aber keine Spielräume, die es ermöglichten, sich des Themas anzunehmen. Die Steuereinnahmen eröffneten keine zusätzlichen Möglichkeiten, schon gar nicht beim Bund. Priorität habe die Sanierung des Haushalts. Auch werde es keine Steuererhöhungen geben. Im nächsten Jahr will der Bund erstmals seit über 40 Jahren ohne neue Schulden auskommen.

Regierung ist sich über Folgen des Abbaus uneins 

Aus Union und SPD kommen immer wieder Forderungen, die kalte Progression einzudämmen. Allerdings sind sich die Koalitionspartner uneins, wie die folgenden Einnahmeausfälle für den Staat kompensiert werden sollen. CDU und CSU lehnen SPD-Forderungen nach höheren Steuern an anderer Stelle - etwa für Spitzenverdiener - ebenso ab wie den Abbau von Steuervergünstigungen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte erklärt, das Thema "Abbau der kalten Progression" bleibe aktuell - aber nicht um den Preis höherer Unternehmenssteuern. 

Anfang Mai dürften die Steuerschätzer Bund, Ländern und Kommunen zusätzliche Einnahmen vorhersagen, die über den bisherigen Prognosen liegen.

Tipps für einen abmildernden Effekt

Beim Lohnsteuerabzug gibt es vielfältige Optimierungsmöglichkeiten, die den Effekt der kalten Progression zumindest abmildern können. Welche steuerfrei bleibenden Lohnbestandteile dafür in Betracht kommen, wurde hier zusammengefasst: Steuerfreie Gehaltsextras - Der kalten Progression ein Schnippchen schlagen.

dpa / Haufe Online Redaktion

Kalte Progression, Lohnsteuerabzug

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