20.06.2012 | Lohnsteuer

Steuerliche Behandlung von EM-Tickets und EM-Feiern

Die EM aus steuerlicher Sicht betrachtet
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei Einladungen von Mitarbeitern in Stadien der Europameisterschaft sowie bei betriebsinternen Feiern kann steuerpflichtiger Arbeitslohn entstehen.

Falls ein Unternehmen Mitarbeiter und/oder Kunden zu Spielen der Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine eingeladen hat, so entstehen dadurch regelmäßig steuerlich relevante Vorteile.

Die Eintrittskarten stellen Zuwendungen dar, die beim jeweiligen Empfänger zu versteuern sind. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Steuer als Einladender im Rahmen des § 37b EStG mitzuübernehmen. Die Pauschalsteuer von 30 % gilt für Sachzuwendungen und Incentives an eigene und fremde Mitarbeiter sowie sonstige Geschäftsfreunde. Das Wahlrecht zur Steuerübernahme muss aber einheitlich für alle Zuwendungen eines Jahres ausgeübt werden. Eine isolierte Steuerübernahme für die Karten ist nicht möglich. Falls für Spiele eine Firmenloge bzw. sog. Business Seats angemietet wurden, kann der auf die Eintrittskarten entfallende, steuerpflichtige Anteil mit 30 % bei Logen bzw. mit 50 % bei Business Seats geschätzt werden. 

Wird die Europameisterschaft nicht live besucht gilt Folgendes: Wenn mit den Mitarbeitern die Spiele in der Firma anschaut werden, ist dies steuerlich grundsätzlich unbeachtlich. Schließlich werden dadurch der Zusammenhalt und das Betriebsklima gefördert. Steuerpflichtige Vorteile können jedoch insbesondere dann entstehen, wenn die Mitarbeiter vom Arbeitgeber bewirtet werden. Keine Bewirtung liegt bei der Gewährung von Aufmerksamkeiten in geringem Umfang vor (wie z.B. Getränke, Erdnüsse, Chips). Solche Aufmerksamkeiten ersetzen regelmäßig keine Mahlzeit.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall noch weiterhin viel Spaß bei und mit der EM!

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuer, Europameisterschaft, Fußball

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