18.10.2016 | Serie Lohn von A-Z

Z wie Zinsersparnisse

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Zinsvorteile aus Arbeitgeberdarlehen sind zu versteuern.
Bild: Corbis

Zinsvorteile durch ein Arbeitgeberdarlehen sind grundsätzlich zu versteuern. Ein Arbeitgeberdarlehen liegt vor, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter Geld überlässt und diese Geldüberlassung auf einem Darlehensvertrag beruht.

Die Finanzverwaltung verfährt bei Arbeitgeberdarlehen - falls die Darlehensgewährung nicht zur Produktpalette des Arbeitgebers gehört (hier gilt der Rabatt-Freibetrag von 1.080 EUR p. a.) - wie folgt (BMF-Schreiben vom 19.5.2015, BStBl 2015 I S. 484):

Der geldwerte Vorteil bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem üblichen Endpreis und dem Zinssatz, der im konkreten Einzelfall vereinbart ist. Ein üblicher Endpreis kann sich dabei aus dem Angebot eines Kreditinstituts am Abgabeort ergeben. Die Zinsverbilligung wird als Sachbezug nur zu 96 % angesetzt, es gibt also einen 4-prozentigen (nicht Prozentpunkte!) Abschlag.

Vereinfachung: Effektivzinssätze der Bundesbank

Aus Vereinfachungsgründen können die bei Vertragsabschluss von der Bundesbank zuletzt veröffentlichten Effektivzinssätze herangezogen werden, abrufbar auf der Homepage der Bundesbank. Auch hier gibt es noch den 4%-Abschlag.

Alternativ kann der günstigste Preis für ein vergleichbares Darlehen (z.B. Internetangebote von Direktbanken) angesetzt werden, dann kommt aber der pauschale Abschlag i. H. v. 4 % nicht zur Anwendung.

Bagatellregelung: Zinsvorteile aus Darlehen bis zu 2.600 Euro

Vorteile aus zinsverbilligten Arbeitgeberdarlehen sind bis zu 44 EUR monatlich steuerfrei. Außerdem gilt eine Bagatellregelung für Zinsvorteile aus Darlehen bis zu 2.600 EUR.

Schlagworte zum Thema:  Zinsen, Lohn, Lohnsteuer

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