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22.08.2016 | Serie Lohn von A-Z

G wie Gesundheitsförderung

Serienelemente
An apple a day...: Leistungen zur Gesundheitsförderung sind steuerlich begünstigt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Viele Arbeitgeber sponsern ihren Mitarbeitern Leistungen zur Gesundheitsförderung. Diese sind bis zu einem Betrag von 500 Euro jährlich von der Lohnsteuer und von Sozialversicherungsbeiträgen befreit.

Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur betrieblichen Gesundheitsförderung, sind von der Lohnsteuer und damit im Ergebnis auch von Sozialversicherungsbeiträgen befreit, soweit sie den Betrag von 500 EUR im Kalenderjahr nicht übersteigen (§ 3 Nr. 34 EStG).

Sachliche Eingrenzung der Steuerbefreiung

Zur sachlichen Eingrenzung der Steuerbefreiung wird Bezug auf die Vorschriften des Fünften Sozialgesetzbuchs genommen. Die Überprüfung, ob die Maßnahmen unter §§ 20 und 20aSGB V (jetzt: § 20bSGB V) fallen, gestaltete sich in der Vergangenheit schwierig und orientierte sich sich am "Leitfaden Prävention" des GKV-Spitzenverbands.

Präventionsgesetz: Einzelfallprüfung entfällt bei zertifizierten Leistungen

Durch das sog. Präventionsgesetz (vom 17.07.2015; BGBl 2015 I S. 1368) ist kürzlich ein für alle Krankenkassen einheitliches Zertifizierungsverfahren für die Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands (sog. Primärprävention) und der betrieblichen Gesundheitsförderung eingeführt worden. Das bedeutet, dass alle zertifizierten Leistungen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den Anforderungen genügen. Die qualitativen Voraussetzungen der einkommensteuerlichen Steuerbefreiung sind damit erfüllt, so dass die bislang erforderliche Einzelfallprüfung bei Vorliegen des Zertifikats entfällt.

Als steuerfreie Gesundheitsförderung in Betracht kommen z. B. Massagen, Rückenkonzepte, Förderung der psychosozialen Belastung und Stressbewältigung am Arbeitsplatz sowie Einschränkung des Suchtmittelkonsums (Raucherentwöhnung).

Achtung: Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen für Fitnessstudios sind nicht begünstigt

Die Steuerbefreiung gilt auch für Zuschüsse des Arbeitgebers an seine Mitarbeiter, die die Arbeitnehmer für extern durchgeführte Maßnahmen verwenden. Die Übernahme bzw. Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an Sportvereine und Fitnessstudios ist allerdings regelmäßig nicht begünstigt.

Gesundheitsförderung, Lohn, Lohnsteuer, Gesundheitsmanagement

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