03.08.2016 | Serie Lohn von A-Z

B wie Betriebsveranstaltung

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B wie Betriebsveranstaltung: Welche Zuwendungen steuerfrei sind.
Bild: Michael Bamberger

Die Besteuerung von Zuwendungen an Arbeitnehmer im Rahmen von Betriebsveranstaltungen ist seit 2015 in § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG neu und erstmals gesetzlich geregelt.

Zuwendungen des Arbeitgebers bleiben bis zu einem Betrag von 110 EUR je Feier steuerfrei. Darüber hinaus liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Die bisherige Freigrenze von 110 EUR ist in einen Freibetrag umgewandelt worden. Auch wenn der absolute Betrag gleich ist, bringt das eine Menge Veränderungen. Durch die Umwandlung fallen mögliche Steuerzahlungen bei Überschreiten der 110 EUR deutlich kleiner aus. Beispielsweise müssen bei einer Feier für 120 EUR je Person nur noch 10 statt vorher 120 EUR versteuert werden. Der neue Freibetrag gilt weiterhin für bis zu zwei Veranstaltungen pro Jahr. Bei Überschreiten ist eine Pauschalbesteuerung des Restbetrags mit 25 % möglich.

Die Gesetzesänderung zu den Betriebsveranstaltungen hat aber auch Nachteile. Im Gegenzug zur Einführung des Freibetrags werden alle Zusatzkosten rund um die Feier in die Berechnung der geldwerten Vorteile einbezogen. Es spielt also keine Rolle mehr, ob die Kosten einzelnen Mitarbeitern individuell zurechenbar sind. Auch Kosten für das Rahmenprogramm, wie z.B. Raummiete, sind zu berücksichtigen, ebenso wie Kosten für Begleitpersonen des Mitarbeiters (z. B. Ehegatten).

Tipp:

Mit BMF-Schreiben vom 14.10.2015 (BStBl 2015 I S. 832) hat die Finanzverwaltung zu vielen Zweifelsfragen und Einzelheiten der Neuregelung Stellung genommen.

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Schlagworte zum Thema:  Betriebsveranstaltung, Lohn, Lohnsteuer

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