| Künstlersozialabgabe

KSA soll 2014 erneut ansteigen

Die KSA soll im Jahr 2014 auf 5,2 % ansteigen
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Werden der Künstlersozialversicherung die Mittel knapp? Zum zweiten Mal in Folge soll die Künstlersozialabgabe erhöht werden. Der Entwurf der Künstlersozialabgabeverordnung sieht für 2014 erneut einen deutlich erhöhten Abgabesatz von 5,2 % vor.

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist in ihrer Existenz gefährdet, da immer weniger Unternehmen und Einrichtungen ihrer Abgabeverpflichtung nachkommen. Dies sehen zumindest viele Mitglieder der Künstlersozialkasse wie freie Journalisten, bildende, Ton- und andere Künstler so. Rund 70.000 Unterzeichner fand eine Petition beim Bundestag (s. News v. 31.7.2013).

Betriebsprüfungen sollen Existenzgefährdung der Künstlersozialkasse abwenden

Die Deutsche Rentenversicherung soll dazu verpflichtet werden, im Rahmen ihrer Betriebsprüfungen - spätestens alle 4 Jahre – die Künstlersozialabgabepflicht zu kontrollieren. Geprüft werden soll, ob alle Unternehmen, die freischaffende Künstler und/oder freischaffende lehrende Künstler beschäftigen, ihrer Abgabeverpflichtung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz nachgekommen sind. Nur durch eine solche regelmäßige Kontrolle könne der ständigen Steigerung der Abgabenlast der Unternehmen nachhaltig entgegenwirkt werden.

2014 die nächste Steigerung der Künstlersozialabgabe

Nun scheint es, als seien diese Befürchtungen begründet. Im Entwurf der Künstlersozialabgabeverordnung (KSAVO) ist ein Satz von 5,2 % für 2014 für die Künstlersozialabgabe (KSA) veranschlagt worden. Der Entwurf der KSAVO 2014 wird derzeit zwar noch abgestimmt und ist noch nicht vom Kabinett beschlossen worden. Doch die Rechenexperten im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) werden über ausreichend Zahlenmaterial verfügen, um zu diesem erhöhten des Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung zu kommen.

Trend: Anstieg der Künstlersozialabgabe

Der Trend scheint klar zu sein:

  • Im Jahr 2012 waren 3,9 % aller Honorarzahlungen an selbstständige Künstler oder Publizisten beitragspflichtig,

  • im Jahr 2013 waren es bereits 4,1 %.

  • Nun also der offenbar notwendige große Sprung auf 5,2 % KSA.

Wie kann eine dauerhafte Stabilität der Künstlersozialversicherung erreicht werden?

Inzwischen scheinen auch bei BMAS die Alarmglocken zu schrillen. Ausreichende Akzeptanz bei den Verwertern künstlerischer Leistungen für die KSA könne nur erreicht werden, wenn alle abgabepflichtigen Unternehmen ihrer Abgabepflicht nachkommen. Deshalb sei ein effizientes und gerechtes Prüfverfahren erforderlich. Für das Jahr 2014 werde, so ein Sprecher des BMAS, der Künstlersozialabgabesatz entsprechend der gesetzlichen Vorgaben festgesetzt werden. Doch die Künstlersozialversicherung solle dauerhaft stabilisiert werden. Die Bundesregierung prüfe derzeit, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Abgabesatz für die kommenden Jahre zu stabilisieren. In diese Prüfung wird auch die von der Petition gewünschte Regelung einbezogen.

Finanzierung der Künstlersozialversicherung

Der Finanzbedarf der Künstlersozialversicherung wird zur Hälfte aus Beiträgen der Versicherten aufgebracht. Die andere Beitragshälfte tragen die Steuerzahler über einen Zuschuss des Bundes und in Form der Künstlersozialabgabe die "Verwerter", das sind insbesondere Unternehmen die selbstständige Künstler oder Publizisten beschäftigen.

Schlagworte zum Thema:  Künstler, Künstlersozialabgabe, Künstlersozialkasse, Künstlersozialversicherung

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