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09.12.2014 | Serie Jahreswechsel 2014/2015: Entgelt

Neue Umzugskostenpauschalen rückwirkend beachten

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Die Verwaltung hat Anfang Oktober 2014 neue Pauschalen für steuerfreie Umzugskostenvergütungen veröffentlicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum Jahreswechsel sind im Entgeltbereich wie immer einige Änderungen zu beachten - in diesem Fall auch rückwirkend: Die Verwaltung hat Anfang Oktober 2014 neue Pauschbeträge für steuerfreie Umzugskostenvergütungen veröffentlicht. Diese sind bereits rückwirkend ab März 2014 anzuwenden.

Umzugskosten kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer steuerfrei ersetzen, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist und die durch den Umzug tatsächlich entstandenen Aufwendungen nicht überschritten werden. Für sonstige Umzugsauslagen wird dabei eine Pauschvergütung gewährt, die in § 10 des Bundesumzugskostengesetzes (BUKG) geregelt ist. Voraussetzung für die Gewährung dieser Pauschvergütung für sonstige Umzugsauslagen ist, dass vor dem Umzug eine Wohnung im Sinne des Umzugskostengesetzes vorhanden war und auch nach dem Umzug wieder eingerichtet wird; ein Nachweis der Aufwendungen ist nicht erforderlich.

Pauschvergütung für Verheiratete

Nach einem neuen Verwaltungserlass gelten für Umzüge ab 1. März 2014 beziehungsweise 1.März 2015 neue Pauschalen. Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Absatz 1 BUKG beträgt für Verheiratete bei Beendigung des Umzugs

  • ab März 2014: 1.429 Euro,
  • ab März 2015: 1.460 Euro.

Pauschvergütung für Ledige

Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Absatz 1 BUKG beträgt für Ledige bei Beendigung des Umzugs

  • ab März 2014: 715 Euro,
  • ab März 2015: 730 Euro.

Pauschvergütung für weitere Personen

Der Pauschbetrag erhöht sich für Kinder und andere Personen, die zur häuslichen Gemeinschaft gehören. Zu den "anderen Personen" in diesem Sinne gehören unter anderem Verwandte, Verschwägerte und Hausangestellte, nicht aber der Ehegatte. Diese Pauschale beträgt

  • ab März 2014: 315 Euro,
  • ab März 2015: 322 Euro.

Was zu den sonstigen Umzugsauslagen zählt

Unter die Umzugskostenpauschale fallen zum Beispiel:

  • Trinkgelder an das Umzugspersonal,
  • Aufwendungen für die Renovierung der alten Wohnung,
  • Anzeigen zur Wohnungssuche,
  • Auslagen für die notwendige Anschaffung von Vorhängen, Rollos, Vorhangstangen usw.,
  • Aufwendungen für Elektrokochgeschirre bei unvermeidbarem Übergang auf elektrische Kochart,
  • Abbau- und Anschlusskosten von Herden, Öfen oder wiederverwendeten hauswirtschaftlichen Geräten,
  • Anschluss oder Übernahme eines Fernsprechanschlusses,
  • Auslagen für das Umschreiben von Personalausweisen und Personenkraftfahrzeugen einschließlich der Auslagen für das Anschaffen und Anbringen der amtlichen Kennzeichen.

Quelle: Bundesfinanzministerium, Schreiben zu Umzugskostenvergütungen vom 6. Oktober 2014, Az. IV C 5-S 2353/08/10007.

Haufe Online Redaktion

Doppelte Haushaltsführung, Umzugskosten, Jahreswechsel, Sozialversicherung, Entgelt

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