0

14.01.2015 | Serie Jahreswechsel 2014/2015: Entgelt

Jahresmeldung 2014 korrekt erstatten

Serienelemente
In der Jahresmeldung wird das beitragspflichtige Entgelt angegeben.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Spätestens bis zum 15. Februar 2015 ist die Jahresmeldung 2014 an die zuständige Krankenkasse zu erstatten. Selbst für krankenversicherungsfreie geringfügig entlohnt Beschäftigte ist eine Jahresmeldung fällig. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Eine Jahresmeldung ist für jeden am 31.12. eines Jahres laufend Beschäftigten durch den Arbeitgeber zu erstatten. In der Meldung ist der Zeitraum der laufenden Beschäftigung bis zum 31.12. eines Jahres zu berücksichtigen. Wurden unterjährig aber z. B. Zeiten einer Unterbrechung oder eines Beitragsgruppenwechsels bereits gemeldet, sind diese Zeiträume nicht erneut zu melden.

 

Welches Entgelt ist in der Jahresmeldung anzugeben?

In der Meldung ist das Arbeitsentgelt einzutragen, von dem Beiträge oder Beitragsanteile zur Sozialversicherung zu entrichten waren. Es handelt sich also um das Entgelt, aus dem Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung berechnet wurden.

Allerdings wird das meldepflichtige Entgelt der Höhe nach begrenzt. Es ist maximal ein Betrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (BBG RV) zu melden, auch wenn das tatsächliche Entgelt höher war. Für das Jahr 2014 beträgt die BBG RV 71.400 EUR/West und 60.000 EUR/Ost.

Wann ist keine Jahresmeldung nötig?

Eine Jahresmeldung wird nicht erforderlich, wenn die Beschäftigung des Arbeitnehmers am 31.12.2014 geendet hat. Hier ist eine Abmeldung vorzunehmen.

Sofern die Beschäftigung bereits vor dem 31.12.2014 unterbrochen wurde und über den Jahreswechsel hinaus andauert, ist ebenfalls keine Jahresmeldung erforderlich.

Welche Meldetatbestände zur Unfallversicherung sind anzugeben?

Für die Unfallversicherung sind in der Jahresmeldung besondere zusätzliche Angaben zu melden. Dazu zählen

  • das in der Unfallversicherung beitragspflichtige Arbeitsentgelt in Euro,
  • die geleisteten Arbeitsstunden,
  • die Unfallversicherungsmitgliedsnummer des Unternehmens,
  • die Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers und
  • die anzuwendende Gefahrtarifstelle, der der Mitarbeiter zuzuordnen ist.

Was ist bei der Jahresmeldungen für Aushilfen zu beachten?

Für Minijobber mit dem Personengruppenschlüssel 109 ist das beitragspflichtige Bruttoarbeitsentgelt in der Meldung aufzunehmen, von dem Pauschal- oder Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung entrichtet worden sind. Zuständige Einzugsstelle der Meldungen ist die Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Soweit das Entgelt des geringfügig entlohnt Beschäftigten

  • die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage monatlich nicht erreicht hat und
  • dieser auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet,

ist die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (175 EUR)  zu bescheinigen.

Auch für kurzfristig Beschäftigte mit Personengruppenschlüssel 110 sind Jahresmeldungen zu erstellen. Anzugeben sind die Angaben zur Unfallversicherung mit der Beschäftigungszeit und dem beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt. Als beitragspflichtiges Bruttoarbeitsentgelt ist "000.000" zu melden.

Haufe Online Redaktion

Jahresmeldung, Meldungen zur SozVers, Meldung, Abmeldung, Jahreswechsel, Sozialversicherung, Entgelt

Aktuell

Meistgelesen