09.05.2011 | Entgelt

Geschenk- und Tankgutscheine als steuerbegünstigter Sachbezug

Der Bundesfinanzhof hat mit 3 Urteilen zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Tankkarten, Tankgutscheinen und Geschenkgutscheinen erstmals Grundsätze zu der Unterscheidung von Barlohn und einem im Rahmen der Sachbezugsfreigrenze steuer- und sozialversicherungsfreien Sachlohn aufgestellt. Lesen Sie jetzt, wie Sie die neue Rechtsauffassung rechtssicher umsetzen.

Bisherige Regelung

Ein bei einem Dritten einzulösender Warengutschein wurde bisher von der Finanzverwaltung nur dann als Sachbezug anerkannt, wenn die Ware oder Dienstleistung der Art und Menge nach konkret bezeichnet war. Wenn neben der Bezeichnung der abzugebenden Ware oder Dienstleistung ein anzurechnender Betrag oder Höchstbetrag angegeben war, hat die Verwaltung einen Sachbezug verneint.

Entscheidung des BFH

Ob Barlöhne oder Sachbezüge vorliegen, entscheidet sich laut BFH nach dem Rechtsgrund des Zuflusses, also danach, was der Mitarbeiter vom Arbeitgeber beanspruchen kann. Es kommt nicht darauf an, auf welche Art und Weise der Arbeitgeber den Anspruch erfüllt und seinem Mitarbeiter den zugesagten Vorteil verschafft.

Anwendung aus Sicht der Verwaltung

Die Verwaltung will die aus Sicht des Steuerzahlers deutlich einfachere und großzügigere Sichtweise des Bundesfinanzhofs übernehmen und die Urteile veröffentlichen. Ein Anwendungsschreiben soll es nicht geben.

 

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