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22.01.2013 | Top-Thema Entgeltnachweise 2012: Wichtige Meldungen zur UV und KSK

Doppelte Meldung: Warum 2x zur UV melden?

Kapitel
Daten der UV müssen doppelt gemeldet werden - warum?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Arbeitgeber müssen ihrer Berufsgenossenschaft bzw. dem zuständigen Unfallversicherungsträger einmal im Jahr die Daten zur Unfallversicherung (UV) übermitteln.

Mit diesem Lohnnachweis wird mitgeteilt,

  • welche Lohnsumme im vorangegangenen Kalenderjahr an die Beschäftigten ausbezahlt wurde,
  • wie viele Stunden die Arbeitnehmer gearbeitet haben und
  • wie sich Arbeitsstunden und Lohnsumme auf die Gefahrtarifstellen im Unternehmen verteilen.

Je nach zuständigem Unfallversicherungsträger (UVT) kommen noch weitere speziell angeforderte Daten hinzu.

Beitragsberechnung erfolgt rückwirkend

Die Entgeltsummen werden unternehmensweit oder bezogen auf fest definierte Personengruppen angegeben. Der Lohnnachweis ist die Grundlage für die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Unfallversicherung (UV). Er ist jeweils für das vorangegangene Jahr zu melden, da die UVT die jährliche Umlage nachträglich berechnen.

Daten sind eigentlich im SV-Meldeverfahren integriert

Bereits seit 2009 müssen alle Unternehmen die Daten zur gesetzlichen UV im Meldeverfahren zur Sozialversicherung (DEÜV-Meldeverfahren) an die Einzugsstellen bzw. ihre Datenannahmestellen melden. Das DEÜV-Meldeverfahren wurde seinerzeit dazu ausgeweitet. Das macht(e) Sinn, da die meisten Daten für die übrigen Zweige der Sozialversicherung sowieso auf diesem Weg gemeldet werden müssen. Ferner müssen die Betriebsprüfer der Rentenversicherungsträger die Daten der UV mitprüfen können. Im Rahmen des Meldeverfahrens melden Arbeitgeber für jeden Mitarbeiter die jeweiligen individuellen UV-Daten im Rahmen der Entgeltmeldungen an die Einzugsstellen.

Doppelte Meldepflicht in der verlängerten Übergangsphase

Der zu Jahresbeginn anstehende papiergebundene und  außerhalb des DEÜV-Meldeverfahrens abzugebende Lohnnachweis sollte seit Längerem abgeschafft werden. Der ursprünglich geplante Zeitpunkt wurde jedoch durch den Gesetzgeber zunächst auf 2014, dann auf 2016 (für das Meldejahr 2015) verschoben. Die Verschiebung geht auf eine Initiative der UVT zurück: Es bestehen noch Datenverarbeitungs- und Datenqualitätsprobleme im Verfahren mit den Meldungen zur Sozialversicherung.

In dieser erst kürzlich verlängerten Übergangsphase wird der bisherige papergebundene Lohnnachweis der Arbeitgeber noch benötigt. Die Meldung des Lohnnachweises an den UVT für das Jahr 2012 ist also parallel zum arbeitnehmerbezogenen DEÜV-Meldeverfahren vorzunehmen.

Unfallversicherung, Lohnnachweis, DEÜV, Lohnsumme, Künstlersozialkasse

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