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Auslagerung auf Pensionsfonds spart PSV-Beiträge

Der dramatisch gestiegene Beitragssatz des Pensionssicherungsvereins (PSV) beschäftigt viele Unternehmen. Dabei könnten rund 80 Prozent des ursprünglichen Beitrags an den PSV bei einer Auslagerung der Pensionsverbindlichkeiten auf einen Pensionsfonds eingespart werden. Auch weitere gewichtige Argumente können für diesen Schritt sprechen.

Pensionsverpflichtungen sind derzeit in aller Munde. Große Unternehmen beschäftigen sich bereits seit Jahren damit. Der deutsche Mittelstand kommt nun auf Grund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) um das Thema Pensionsverpflichtungen nicht mehr herum. Seit Anfang des Jahres müssen sämtliche HGB-bilanzierenden Unternehmen ihre Pensionsrückstellungen überprüfen und eventuell neu bewerten. Für viele Mittelständler bedeutet dies, dass ihr Verschuldungsgrad aufgrund der höheren Rückstellungen zunimmt – trotz gleichbleibender Zusagen gegenüber den Arbeitnehmern.

 

Interessante Ansätze von Unterstützungskasse oder Pensionsfonds

Die Allianz Deutschland AG weist in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit hin, die Pensionsverpflichtungen über einen externen Versorgungsträger wie beispielsweise eine Unterstützungskasse oder einen Pensionsfonds auszulagern. Unternehmen tragen dann die Risiken nicht mehr selbst.

Thomas Grau, Leiter Maklervertrieb Süd bei Allianz Leben und Vorstand des Allianz Pensionsfond schildert die Vorteile: "Mit Hilfe des Pensionsfonds können diese Unternehmen in unterschiedlichen Stufen eine Ausfinanzierung vornehmen und profitieren ganz nebenbei auch noch von den geringeren Beiträgen an den Pensionssicherungsverein."

Rund 80 Prozent des ursprünglichen Beitrags an den PSV kann so eingespart werden. Dies ist für viele Unternehmen derzeit ein nicht unwesentliches Argument, zumal die Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein stark gestiegen sind: 2008 lag die Abgabe bei 1,8 Promille des insolvenzgeschützten Betriebsrentenvolumens und stieg für 2009 auf 14,2 Promille.

 

Weitere Vorteile: Bilanzneutrale Rückstellungen

Der Pensionsfonds hat, so Grau, noch weitere Vorteile: Sind die Verpflichtungen übertragen, können die Rückstellungen bilanzneutral aus der Steuer- und der deutschen Handelsbilanz herausgelöst werden. Meist verbessert sich dadurch die Bewertung des Unternehmens und somit auch der Zugang zu Eigen- und Fremdkapital (Basel II). Zudem übernimmt der Pensionsfonds bei einer Auslagerung die Verwaltung und Abwicklung der Versorgungen. 

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