Arbeitgeber müssen sich bei Mahlzeitengestellungen an Arbeitnehmer künftig mit dem Großbuchstaben "M" auseinandersetzen. Bild: Corbis

Die Verwaltung hat die Übergangsregelung für die (Nicht-)Bescheinigung des Großbuchstabens "M" bei Mahlzeitengestellung auf Auswärtstätigkeiten nochmals verlängert. Dies gilt aber ausdrücklich nur noch für 2018.

Hat der Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung ein Dritter Mitarbeiter während einer beruflichen Tätigkeit außerhalb der Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte oder im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung eine mit Sachbezugswert zu bewertende Mahlzeit zur Verfügung gestellt, muss im Lohnkonto der Großbuchstabe "M" aufgezeichnet und in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung bescheinigt werden.

Aufzeichnungs- und Bescheinigungspflicht  

Die Aufzeichnungs- und Bescheinigungspflicht gilt unabhängig von der Anzahl der Mahlzeitengestellungen im Kalenderjahr. Es kommt nicht darauf an, ob eine Besteuerung der Mahlzeiten ausgeschlossen ist oder die Mahlzeit pauschal oder individuell besteuert wurde (Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts vom 24. Oktober 2014, Rz. 90 ff.,  BStBl 2014 I Seite 1412).

Übergangsregelung für die Aufzeichnungspflicht  

Für die Aufzeichnungspflicht gilt seit ihrer Einführung im Jahr 2014 eine mehrfach verlängerte Übergangsregelung. Wenn das Betriebsstättenfinanzamt für die steuerfreien Verpflegungsspesen bei Auswärtstätigkeiten eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat (Fälle mit getrennter Lohn- und Reisekostenabrechnung) ist eine Bescheinigung des Großbuchstabens "M" nicht zwingend erforderlich.

Nach dem neuen Erlass (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 27. September 2017, IV C 5 - S 2378/17/10001) läuft die zur programmtechnischen Umsetzung gewährte Übergangsregelung endgültig zum 31. Dezember 2018 aus. Ab 1. Januar 2019 ist "M" entsprechend einzutragen. Arbeitgeber sollten sich möglichst frühzeitig auf diese Änderung vorbereiten.

Hinweis: Der Monatswert für Verpflegung wird ab 1. Januar 2018 auf 246 Euro angehoben. Damit werden als Sachbezugswert für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten

  • für ein Frühstück 1,73 Euro
  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,23 Euro

anzusetzen sein.

Wann der Großbuchstabe nicht verpflichtend ist  

Im Fall der Gewährung von Mahlzeiten, die keinen Arbeitslohn darstellen oder deren Preis 60 Euro übersteigt und die daher nicht mit dem amtlichen Sachbezugswert zu bewerten sind, besteht keine Pflicht im Lohnkonto den Großbuchstaben "M" aufzuzeichnen und zu bescheinigen.

Schlagworte zum Thema:  Mahlzeitengestellung, Sachbezugswerte, Aufzeichnungspflicht, Lohnsteuer, Mahlzeit

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