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| Abmahnung

Wann eine Abmahnung zurückgenommen werden muss

Noch einmal - und man wird vom Platz gestellt
Bild: Haufe Online Redaktion

Richtig abmahnen ist eine Kunst für sich. Enthält eine Abmahnung unrichtige Tatsachenbehauptungen, hat der Mitarbeiter einen Anspruch gegenüber dem Arbeitgeber die Abmahnung zurückzunehmen und aus der Personalakte zu entfernen. Unter welchen Voraussetzungen ist das möglich?

Die unrichtigen Tatsachenbehauptungen müssen den Arbeitnehmer in seiner Rechtsstellung und seinem beruflichen Fortkommen beeinträchtigen können.

Der Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, gegen die Richtigkeit einer Abmahnung gerichtlich vorzugehen. Er kann die Richtigkeit der abgemahnten Pflichtwidrigkeiten in einem späteren Kündigungsschutzprozess bestreiten. Es ist dann Sache des Arbeitgebers, die Richtigkeit der bestrittenen Pflichtwidrigkeiten zu beweise.

Werden in einem Abmahnungsschreiben mehrere Pflichtverletzungen gleichzeitig gerügt und treffen davon nur einige zu, so muss das Abmahnungsschreiben auf Verlangen des Arbeitnehmers vollständig aus der Akte entfernt werden und kann nicht teilweise aufrechterhalten werden. Es ist dem Arbeitgeber überlassen, ob er stattdessen eine auf die zutreffenden Pflichtverletzungen beschränkte Abmahnung aussprechen will.

 

Haufe Online Redaktion

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