1

0

13.12.2013 | Serie Jahreswechsel 2013-2014

Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung jetzt auch zu psychischen Belastungen

Serienelemente
Gefährdungsbeurteilung im Arbeitsschutz bezieht sich jetzt auch auf die Psyche
Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeitgeber haben die Pflicht, für ihr Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Der Bundesrat hat ein Gesetz verabschiedet, das klar stellt, dass die Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen bei der Arbeit umfasst.

Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung ist das Arbeitsschutzgesetz. Das Gesetz regelt, dass zur Gefahrenverhütung die für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen zu beurteilen sind (§ 5 Abs. 1 und 2 ArbSchG). Der Arbeitgeber muss aufgrund des Ergebnisses der Beurteilung dann die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen treffen; beides ist zu dokumentieren (§ 6 Abs. 1 ArbSchG). Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind neuerdings auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen.

 

In § 5 Abs. 3 ArbSchG sind beispielhaft Ursachen aufgelistet, durch die sich eine Gefährdung ergeben kann; z.B.:

  • die Gestaltung und Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes.
  • physikalische, chemische und biologische Einwirkungen.
  • die Gestaltung, die Auswahl und der Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie der Umgang damit
  • die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken.
  • die unzureichenden Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten
  • psychische Belastungen bei der Arbeit.

Auch  wurde die (bisherige) Herausnahme von Kleinbetrieben (bis max. 10 Beschäftigte) aus der Dokumentationspflicht nach in § 6 Abs. 1 Satz 3 und 4 ArbSchG gestrichen.

Haufe Online-Redaktion

1

Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutz, Psychische Belastung, Arbeitsrecht, Jahreswechsel

Aktuell

Meistgelesen