Der Einsatz von Detektiven ist in vielen Bereichen möglich. So werden Detektive von Arbeitgebern zum Beispiel mit der Aufklärung von Straftaten im Betrieb oder mit der Durchführung sogenannter Ehrlichkeitskontrollen beauftragt.

Auch die Beobachtung von Arbeitnehmern außerhalb des Arbeitsplatzes zur Aufdeckung vermuteter Vertragsverletzungen (zum Beispiel bei Verdacht auf Krankfeiern, Ausübung einer Konkurrenztätigkeit oder einer anderen Erwerbstätigkeit während der Krankschreibung) wird gelegentlich gewünscht. Sinnvoll ist ein Einsatz von Privatdetektiven nur, wenn er heimlich erfolgt.

Einsatz von Detektiven: Eingriff ins Persönlichkeitsrecht

Die Grenzen hierfür sind jedoch wegen des schweren Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht des „Bespitzelten“ folgende: Es muss ein konkreter, auf Tatsachen gestützter Straftatverdacht bestehen, der nicht mit einem milderen Mittel überprüft werden kann.

Auch Ehrlichkeitskontrollen, zum Beispiel durch Detektive als Testkäufer, sind nur eingeschränkt zulässig. Der Arbeitgeber darf keine andere geeignete Möglichkeit haben, die Ehrlichkeit seiner Mitarbeiter zu überprüfen, was aber zum Beispiel bei Außendienstmitarbeitern oder Angestellten an der Kasse regelmäßig der Fall ist. Die Ehrlichkeitskontrolle darf auch nicht den Mitarbeiter zu einer Tat anstiften, sondern muss sich auf die Schaffung der Gelegenheit zur Tatbegehung beschränken.

Taschenkontrollen und Leibesvisitationen bedürfen grundsätzlich der Einwilligung des Mitarbeiters und bei allgemeiner Durchführung der Zustimmung des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG.