28.02.2013 | Leiharbeit

Auch Zeitarbeiter in der Druckindustrie erhalten Zuschläge

Zeitarbeiter in der Druckindustrie erhalten ab 1. Juli mehr Geld.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Zeitarbeitsverbände IGZ und BAP haben mit der Gewerkschaft Verdi einen weiteren Tarifvertrag über Branchenzuschläge vereinbart. Ab dem 1. Juli und nach vier Wochen Einsatz im Unternehmen der Druckindustrie erhalten Leiharbeitnehmer stufenweise mehr Geld ausbezahlt.

Auch die neuen Branchenzuschläge orientieren sich am fünfstufigen Modell der vorangegangenen Tarifabschlüsse. Die Leiharbeiter erhalten im Bereich der gewerblichen Druckindustrie bereits nach vier Wochen acht Prozent mehr Geld. In weiteren Stufen klettert die Zulage nach drei, fünf, sieben und neun Monaten bis auf 45 Prozent des Grundlohns der Entgeltgruppen 1 bis 5. Für die Entgeltgruppen 6 bis 9 wurden keine Zuschläge vereinbart. Verdi geht davon aus, dass in Großdruckereien jeder fünfte Job mit Leiharbeitern besetzt ist.

Die Zuschläge sollen die Gehaltsunterschiede zur Stammbelegschaft mindern. Sie werden branchenweise in Tarifverträgen mit den jeweiligen Gewerkschaften vereinbart. Eine flächendeckende Lösung gibt es nicht.

Der nun vereinbarte Tarifvertrag über Branchenzuschläge tritt am 1. Juli 2013 in Kraft. Bis zum zum 15. März 2013 haben die Tarifparteien eine Erklärungsfrist vereinbart. Das Tarifwerk kann erstmals zum 31. Dezember 2017 gekündigt werden.

Schlagworte zum Thema:  Branchenzuschläge, Equal Pay, Zeitarbeit, Leiharbeit

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