11.02.2013 | Serie Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Knigge-Regeln kennen und anwenden

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Ungefragt die Hand auf die Schulter legen - das kann als unangenehm empfunden werden.
Bild: Image Source/Corbis

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist kein Einzelfall. Die emotionale Debatte um das Thema verunsichert aber auch viele Arbeitnehmer im täglichen Umgang mit Kollegen. Ist ein Herrenwitz verkraftbar oder überschreitet er schon die Grenzen? Einige Knigge-Regeln helfen weiter.

"Türen aufhalten, in den Mantel helfen oder schwere Akten abnehmen, sind keineswegs mit einer Annäherung zu verwechseln, sondern freundliche Umgangsformen", erklärt Knigge-Expertin Christina Taberning. "Jedoch kann dies bereits der falsche Umgangston wieder ändern." So seine Zweideutigkeiten in jedem Fall zu vermeiden - egal ob Herrenwitz oder sexistischer Spruch, in Anwesenheit von Frauen sei dies ein Tabu. Genauso tabu seien stierende Blicke auf den Hintern oder Ausschnitt der Frau. Aber auch schon ein zu langer Augenkontakt könne auf Dauer unangenehm sein und als Belästigung empfunden werden.

Mindestabstand ist angeraten

Beachten sollte man laut Taberning den Mindestabstand von einer Armlänge zu anderen Personen zu wahren. "Generell sollte man immer vorher fragen, wenn man sich von hinten nähern möchte, zum Beispiel am Schreibtisch, wenn Sie auf dem Bildschirm etwas zeigen möchten", ergänzt sie. Und: "Fassen Sie, unabhängig ob Mann oder Frau, Kollegen nicht am Unterarm an und legen Sie auch nicht Ihre Hand auf die Schulter des anderen. Entfernen Sie auch nicht ungefragt Fussel oder Haare beim Kollegen, egal wie gut Ihre Absicht dabei auch ist."

Schlagworte zum Thema:  Sexuelle Belästigung, Belästigung, Business-Knigge, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

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