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Büroausstattung im Homeoffice ist vielfach Privatsache

Forsa-Umfrage ermittelt Zustand von Homeoffice-Ausstattung.
Bild: Michael Bamberger

Die neuen technischen Möglichkeiten erlauben mobiles Arbeiten von unterwegs und beleben zugleich die Diskussion über passende Homeoffice-Arbeitsformen. Bei der Gestaltung ihres Arbeitsplatzes zu Hause sind die Beschäftigten allerdings nach einer aktuellen Umfrage oft auf sich allein gestellt.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt auch Homeoffice-Konzepte wieder zunehmend in den Fokus. Neben neuen Formen mobiler Arbeit bietet ein Arbeiten im Homeoffice vielfach gute Chancen, die berufliche Tätigkeit in den privaten  Alltag zu integrieren. Die Festlegung von Rahmenbedingungen spielt dabei eine wichtige Rolle. 

Homeoffice-Arbeitsplatz keine Ausnahme

Die Arbeit im Homeoffice gehört mittlerweile fest zur Arbeitswelt hierzulande. Vier von zehn Beschäftigten im Bürobereich arbeiten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Allerdings kümmern sich Arbeitgeber weit überwiegend überhaupt nicht darum, wie sich ihre Mitarbeiter den Arbeitsplatz daheim einrichten.

Büroausstattung vom Arbeitgeber ist nicht die Regel

In nur fünf Prozent der Fälle stellt das jeweilige Unternehmen dem Homeoffice-Arbeiter einen Schreibtisch oder einen Bürostuhl zur Verfügung. Weitere vier Prozent können immerhin über ein Budget verfügen, um sich selbst entsprechend auszustatten. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von 1.000 Homeoffice-Nutzern hervor, welche das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Büro-, Sitz- und Objektmöbel-Verbands (BSO) durchgeführt hat. Die Umfrage zielte auf die Ermittlung der Situation der Beschäftigten in heimischen Büros und ist Teil einer dreieiligen Umfrage zur Qualität der Büroarbeitsplätze in Deutschland.

Unterstützung nur für jeden Fünften

„Dass ein Arbeitgeber den Rückzug ins Homeoffice erlaubt, bedeutet nicht, dass er diesen auch aktiv unterstützt“, sagt BSO-Vorsitzender Hendrik Hund. Bemerkenswert ist dabei, dass selbst unter denjenigen, die den heimischen Arbeitsplatz auf Basis einer schriftlichen Vereinbarung mit dem Arbeitgeber nutzen, nur jeder Fünfte auf die Hilfe seines Arbeitgebers bei der Homeoffice-Einrichtung zählen kann.

Klare Absprachen bei Homeoffice-Vereinbarungen sind hilfreich

Laut der Befragung verfügen 25 Prozent aller Homeoffice-Nutzer über eine solche schriftliche Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber, weitere 29 Prozent sagen, sie hätten eine ausdrückliche mündliche Vereinbarung getroffen. Eine klare Absprache ist in jedem Fall zu empfehlen, für Transparenz kann hier eine kollektive Regelung sorgen, in der alle wichtigen Punkte festgehalten sind. Beim Abschluss einer Betriebsvereinbarung sollte auch auf die neuen Formen mobiler Arbeit eingegangen werden. Wir stellen Ihnen hier eine Muster-Betriebsvereinbarung zur Mobilarbeit zur Verfügung.

Der dritte und letzte Teil der Forsa-Umfrage zur Büroausstattung wird zum Jahreswechsel vorliegen.

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