27.06.2011 | Arbeitsrecht

Chef muss für Siesta im Schatten sorgen

Wenn die Sonne den ganzen Tag mit voller Kraft am Himmel steht, kann der Arbeitsplatz im Freien brütend heiß werden. Da ist jede Abkühlung willkommen und sogar gesetzliche Pflicht.

Das Arbeitsschutzgesetz nennt mehrere erfrischende Lösungen - vom kühlen Getränk bis hin zum Schattenplatz für die Pausenzeit.

Gärtner, Bauarbeiter oder Dachdecker sind es gewohnt, bei fast jedem Wetter draußen zu arbeiten. Der Sommer ist eigentlich ihre Zeit. Die Tage sind lang. Das Wetter ist oft trocken und schön. Da kann eine ganze Menge weggearbeitet werden. An langen, heißen Tagen kann man aber auch ganz schön ins Schwitzen kommen. Anders als bei schlechtem Wetter, gibt es kein Hitzefrei.

Durch das Arbeitsschutzgesetz hat der Arbeitgeber die Pflicht, eine Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz durchzuführen. Bestehende Gefahren müssen beseitigt oder entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. So muss der Arbeitgeber bei heißem Wetter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausreichend und kostenlos Getränke zur Verfügung stellen. Und zumindest in der Pause müssen sie die Möglichkeit haben, sich an einem schattigen Platz erholen zu können.

Je nach örtlicher Gegebenheit und nach entsprechenden Absprachen, sind auch andere Lösungen sind denkbar. Vorstellbar ist es, die Arbeitszeiten in die frühen Morgenstunden zu verlegen. So etwa Bauarbeiten an einer Autobahn. Nach einer langen Mittagspause kann dann wieder in den etwas kühleren und weniger Sonnenstrahlen intensiven Abendstunden gearbeitet werden.

Tipps für einen heißen Sommer:

  • Tragen Sie bei Sonne eine Kopfbedeckung.
  • Trinken Sie regelmäßig und ausreichend. Je nach Hitze kann das mehr als drei Liter pro Tag sein. Am besten Mineralwasser.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Haut ausreichend vor der Sonne geschützt wird. Über den passenden Hautschutz können Sie sich hier informieren: http://www.2m2-haut.de.

 

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