14.03.2012 | Arbeitsrecht

Bundesregierung will mehr Flexibilität in der Teilzeit und fordert "Großelternzeit"

Bei der Vorstellung des 8. Familienberichts am 14.3. forderte Bundesfamilienministerin Schröder eine flexiblere Gestaltung der 3-jährigen Elternzeit und eine "Großelternzeit".

Flexiblere Elternzeit

Eltern sollen die dreijährige Elternzeit künftig flexibler gestalten können. Bisher können maximal zwölf Monate der Elternzeit bis zum Ende des achten Lebensjahres übertragen werden.

Diesen Anteil will die Bundesregierung auf 24 Monate erhöhen. So soll Eltern bis zum 14. Lebensjahr des Kindes ermöglicht werden, ihre Arbeitszeit mit Zustimmung des Arbeitgebers zu reduzieren oder zeitweilig auszusteigen.

 

Großelternzeit soll kommen

Außerdem kündigte Schröder den Ausbau der „Großelternzeit“ an. Alle berufstätigen Großeltern sollen die Möglichkeit bekommen – analog zur Elternzeit – ihre Arbeit zu reduzieren oder auszusetzen, um sich um ihre Enkel zu kümmern. Bislang ist dies nur möglich, wenn das Kind der Großeltern jünger als 21 Jahre und in Ausbildung ist. Auch hier soll der Anspruch voraussichtlich drei Jahre betragen.

Schon jetzt sei es so, dass in 51 % aller Familien die Großeltern in die Betreuung ihrer Enkelkinder eingebunden sei, betonte Schröder. Dieses wolle die Bundesregierung mit der Großelternzeit für alle nun erleichtern.

 

Die Pläne der Ministerin sollen noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden.

Schlagworte zum Thema:  Teilzeit

Aktuell

Meistgelesen