23.04.2012 | Top-Thema Befristete Arbeitsverhältnisse

Schriftform ist Pflicht

Kapitel
Schriftform ist nötig
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Befristung eines Arbeitsvertrags bedarf der Schriftform.

Die Befristungsabrede muss bei Arbeitsbeginn schriftlich vorliegen (§ 14 Abs. 4 TzBfG), (siehe auch BAG, Urteil v. 13.6.2007, 7 AZR 700/06: Wird die nur mündlich und damit formunwirksam vereinbarte Befristung nach Arbeitsaufnahme in einem schriftlichen Arbeitsvertrag festgehalten, heilt dies den Formmangel nicht. Unterzeichnen die Arbeitsvertragsparteien nach Vertragsbeginn einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit einer Befristung, die inhaltlich von der vor Vertragsbeginn mündlich vereinbarten Befristung abweicht, enthält der schriftliche Arbeitsvertrag eine eigenständige Befristungsabrede, die dem Schriftformgebot genügt.)

Das Schriftformerfordernis betrifft nur die Befristungsabrede, nicht den gesamten Arbeitsvertrag. Der Rechtfertigungsgrund für die Befristung muss nicht im Arbeitsvertrag angegeben werden. Aber Vorsicht: Im Fall einer Zweckbefristung muss der Vertragszweck im Arbeitsvertrag schriftlich fixiert sein.

Schlagworte zum Thema:  Schriftform, Befristetes Arbeitsverhältnis, Befristeter Arbeitsvertrag, Befristung

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