23.05.2012 | Arbeitnehmerüberlassung

Leiharbeiter in der Metallbranche bekommen mehr Geld

Mehr Geld in der Tasche
Bild: Haufe Online Redaktion

Erstmals gibt es in der deutschen Tarifgeschichte pauschale Zuschläge für Leiharbeiter. Obwohl sie das Gehaltsniveau der Stammbelegschaften nicht ganz erreichen, haben lang beschäftigte Leiharbeiter bald deutlich mehr Geld in der Tasche.

Nach den Stammarbeitern sind jetzt die Leiharbeiter der Metall- und Elektroindustrie dran. Sie erhalten ab November erstmals tariflich abgesicherte Branchenzulagen, wenn sie länger als sechs Wochen an einen Betrieb ausgeliehen sind. Die IG Metall und die Arbeitgeber der Zeitarbeit einigten sich in der Nacht zum 22.5. in Frankfurt auf einen entsprechenden Stufenplan. Dieser sichert den mindestens 240 000 Leiharbeitern gestaffelte Zuschläge auf ihren Tariflohn.

Nach neun Monaten Tätigkeit in der Metall- und Elektroindustrie soll der Zuschlag 50 % des Tariflohns aus der Zeitarbeit betragen. Die volle Zulage beträgt je nach Tarifgruppe zwischen 621 und 1380 EUR im Monat. Die Zuschläge beginnen mit einem Plus von 15 % nach sechs Wochen.

Mit dem bislang beispiellosen Tarifwerk wird zwar ein Teil der Lohnlücke im Vergleich zu den Stammbelegschaften geschlossen, das Niveau der Festangestellten wird aber nach nicht erreicht. Weitere Zuschläge bis hin zur Gleichbezahlung können auf betrieblicher Ebene vereinbart werden.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeit, Tarifvertrag

Aktuell

Meistgelesen