Zusatzversorgung des öffent... / 4.3.1.2 Steuerfreiheit bei Ende des Arbeitsverhältnisses im Laufe eines Jahres

Der Grenzbetrag nach § 3 Nr. 56 EStG für die Steuerfreiheit der Umlage ist ein Jahresbetrag (2.484 EUR im Jahr 2020), der lediglich im Verteilmodell wie ein Monatsbetrag behandelt – also aufgeteilt – wird: 2.484 EUR : 12 = 207 EUR.

Das bedeutet, dass beim Ausscheiden eines Beschäftigten aus dem Arbeitsverhältnis (z. B. zum 31.5.2020) nicht nur 5 × 207 EUR als Steuerfreibetrag anzusetzen sind, sondern der ganze Jahresbetrag von 2.484 EUR. Damit ist aber nach Ende der Beschäftigung eine Rückrechnung vorzunehmen und zu fragen, inwieweit die Umlagen im Rahmen von 2.484 EUR steuerfrei waren.

 

Praxis-Beispiel

Monatlicher Verdienst 5.200 EUR → Umlage: 3,75 % = 195 EUR; Zusatzbeitrag: 4 % = 208 EUR.

Beim Verteilmodell werden pro Monat 207 EUR steuerfrei gestellt, hiervon sind jedoch die nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfreien Zusatzbeiträge (208 EUR) abzuziehen, sodass sich im Monat kein steuerfreier Betrag ergibt.

Scheidet der Beschäftigte jedoch z. B. Ende Mai aus, so hat er bis dahin 5 × 5.200 EUR = 26.000 EUR verdient, daraus wurden Umlagen (975 EUR) und Zusatzbeiträge (1.040 EUR) gezahlt.

Steuerfrei sind die Umlagen bis zu einem Betrag von 2.484 EUR, abzüglich der Zusatzbeiträge (1.040 EUR), sodass 1.444 EUR steuerfrei bleiben. Die Umlagen (955 EUR) sind also in voller Höhe steuerfrei.

 
Versicherungs­abschnitte Buchungsschlüssel ZV-Entgelt Umlage/Beitrag Elternzeitbezogene Kinderzahl
Beginn Ende Einzahler Versicherungsmerkmal Versteuerungsmerkmal EUR, Cent EUR, Cent  
1.1.2020 31.7.2020 01 10 11 26.000,00   975,00  
1.1.2020 31.7.2020 01 20 01 26.000,00 1.040,00  

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