Schichtarbeit / 1.4.1 Allgemeine Regelungen

Die Dauer des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit bemisst sich nach der Arbeitsleistung des laufenden Jahres. Der Anspruch auf Zusatzurlaub entsteht fortwährend im laufenden Jahr, sobald die Anspruchsvoraussetzungen nach § 27 TVöD erfüllt sind.

Die Dauer des Zusatzurlaubs unterscheidet sich nach dem Umfang der geleisteten Wechselschicht- oder Schichtarbeit. Zudem ist von Bedeutung, ob die Wechselschicht- oder Schichtarbeit ständig oder nicht ständig geleistet wird. Anhaltspunkt hierfür sind die nach den § 8 Abs. 5 und Abs. 6 TVöD gezahlten Zulagen. Für die Feststellung, ob ständige Wechselschichtarbeit oder ständige Schichtarbeit vorliegt, ist gem. Satz 2 der Protokollerklärung zu den Abs. 1 und 2 des § 27 TVöD eine Unterbrechung durch Arbeitsbefreiung, Freizeitausgleich, bezahlten Urlaub oder Arbeitsunfähigkeit in den Grenzen des § 22 TVöD unschädlich.

Beschäftigte, die ständig Wechselschichtarbeit oder ständig Schichtarbeit leisten und denen hierfür eine Zulage nach § 8 Abs. 5 Satz 1 bzw. nach Abs. 6 Satz 1 TVöD zusteht (Pkt. 1.2.3.1 und 1.3.4.1), erhalten gem. § 27 Abs. 1 TVöD einen Arbeitstag Zusatzurlaub bei

  • Wechselschichtarbeit für je 2 zusammenhängende Monate (bezogen auf einen Zeitraum von 12 Monaten ergibt sich somit ein Höchstanspruch von bis zu 6 Arbeitstagen Zusatzurlaub).
  • Schichtarbeit für je 4 zusammenhängende Monate (Bezogen auf einen Zeitraum von 12 Monaten ergibt sich somit ein Höchstanspruch von bis zu 3 Arbeitstagen Zusatzurlaub).

Für den Zusatzurlaub bei ständiger Wechselschichtarbeit oder bei ständiger Schichtarbeit ist von entscheidender Bedeutung, ob es sich um zusammenhängende, d. h. zeitlich miteinander verbundene Monate handelt.

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