Leistungsentgelt / 6.3.6 Teilzeit/Altersteilzeit

Gemäß § 24 Abs. 2 TVöD erhalten Teilzeitbeschäftigte alle Entgeltbestandteile anteilig nach dem zeitlichen Umfang ihrer individuell vereinbarten Arbeitszeit zur Vollarbeitszeit. Dieser Grundsatz gilt zwar auch für das Leistungsentgelt und ist gerecht, da Teilzeitbeschäftigte objektiv in geringerem Umfang zu den Betriebsergebnissen beitragen. Ein Abweichen vom Grundsatz des ratierlichen Leistungsentgelts für Teilzeitbeschäftigte kann im Einzelfall – z. B. bei Prämien für besondere Einzelleistungen – jedoch gerechtfertigt sein. Bei der Vereinbarung von Zielen ist der geringere Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit, der zur Zielerreichung zur Verfügung steht, zu berücksichtigen. Ebenso darf bei der systematischen Leistungsbewertung die kürzere Anwesenheitszeit am Arbeitsplatz nicht zur Benachteiligung von in Teilzeit beschäftigten Arbeitnehmern führen.

Wird als Entgeltfaktor das Jahresentgelt gewählt, muss keine weitere Kürzung gem. § 24 Abs. 2 TVöD-VKA vorgenommen werden, da sich die Teilzeitbeschäftigung im Jahresentgelt bereits widerspiegelt. Bei Anknüpfung an einen anderen Entgeltfaktor kann dieser ggf. zeitratierlich gekürzt werden. Um eine restlose Verteilung des Leistungsbudgets sicherzustellen, muss bereits dies bei der Berechnung der individuellen Leistungspunkte berücksichtigt werden.

Nach § 4 Abs. 1 Alt. 1 TV ATZ erhalten die Beschäftigten während der gesamten Zeit des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses das Entgelt in Höhe der sich für entsprechende Teilzeitkräfte bei Anwendung der tariflichen Vorschriften ergebenden Beträge. Es gelten daher auch für Altersteilzeitbeschäftigte die gleichen Grundsätze beim Leistungsentgelt wie für Teilzeitbeschäftigte (siehe auch Punkt 6.4.1).

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