Entgelt / 3.7.1.1.3 Höhergruppierung im Anschluss an vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit

Erfolgt die Höhergruppierung im Anschluss an die vorübergehende Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit, wird zur Ermittlung der Stufe in der neuen Entgeltgruppe nur das bisherige Tabellenentgelt ohne die bisher nach § 14 Abs. 3 TVöD gezahlte persönliche Zulage berücksichtigt. Die Stufenzuordnung nach § 17 Abs. 4 Satz 1 TVöD erfolgt nach dessen Wortlaut bis zum 28.2.2017 ausdrücklich nur nach dem Tabellenentgelt und nicht nach der bisherigen Grundvergütung. Dies hat das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung vom 3.7.2014 bestätigt.

 
Praxis-Beispiel

Einer Beschäftigten, welche in Entgeltgruppe 6 Stufe 6 eingruppiert ist, wurden mit Wirkung zum 1.10.2012 für die Dauer von 4 Jahren vorübergehend Aufgaben in einer Wertigkeit der Entgeltgruppe 8 übertragen. Zum 1.10.2016 wird die Beschäftigte endgültig in Entgeltgruppe 8 höhergruppiert. Die Höhergruppierung erfolgt von Entgeltgruppe 6 Stufe 6 (2.919,91 EUR) in Entgeltgruppe 8 Stufe 4 (2.974,36 EUR).

Die für die Dauer der vorübergehenden Übertragung gem. § 14 Abs. 3 TVöD gezahlte persönliche Zulage i. H. v. 4,5 % ihres Entgelts (131,40 EUR – Stand September 2016) bleibt bei der Ermittlung der Stufe in Entgeltgruppe 8 außer Betracht, sodass die Beschäftigte 76,23 EUR weniger erhält als vor der endgültigen Höhergruppierung.

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