Beschäftigte in systemrelevanten Bereichen sind in Zeiten der Corona-Pandemie besonders gefordert. Arbeitgeber können diesen Arbeitnehmern in der Zeit vom 1.3.2020 bis 31.3.2022 zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn Beihilfen und Unterstützungen in Form von Zuschüssen und Sachbezügen bis zu einer Höhe von 1.500 EUR steuerfrei gewähren. Durch die Steuerfreiheit dieser Zuwendungen besteht auch Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung. Die Steuer- und Beitragsfreiheit besteht auch dann, wenn die Zuschüsse in nicht systemrelevanten Bereichen gezahlt werden.

Eine besondere Anerkennung und Wertschätzung kommt den Pflegeberufen zugute. So zahlen zugelassene Pflegeeinrichtungen ihren Beschäftigten im Jahr 2022 den "Corona-Pflegebonus" als einmalige Sonderleistung für die besonderen Leistungen und Belastungen während der Corona-Pandemie. Anspruch haben Beschäftigte, die innerhalb des Bemessungszeitraums vom 1.11.2020 bis 30.6.2022 für mindestens 3 Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig sind. Der Bonus wird gestaffelt nach Nähe zur Versorgung, Qualifikation und Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit geleistet. Er beträgt max. 550 EUR für vollzeitbeschäftigte Pflegekräfte in der direkten Pflege und Betreuung. Anspruch auf 370 EUR haben andere Beschäftigte, die in einem Umfang von mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit gemeinsam mit Pflegebedürftigen tagesstrukturierend, aktivierend, betreuend oder pflegend tätig sind. Einen Bonus erhalten weiterhin Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Helfer im freiwilligen sozialen Jahr, Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiter von Servicegesellschaften in der Pflege. Der "Corona-Pflegebonus" ist steuer- und sozialabgabenfrei und wird zwischen dem 1.7.2022 und 31.12.2022 an die Beschäftigten ausgezahlt.

Bereits im Jahr 2020 wurde die "Corona-Prämie" als steuer- und sozialabgabenbefreite Sonderleistung gewährt. Anspruch hatten Beschäftigte, die zwischen dem 1.3.2020 und dem 31.10.2020 mindestens 3 Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig waren. Die Prämienhöhe bestimmte sich nach dem Tätigkeitsfeld und -umfang und betrug zwischen 100 und 1.000 EUR.

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