Beihilfe / 9 Krankheitsfall/Pflegezeit

9.1 Krankheitsfall

Die Beihilfeberechtigung besteht für die Gewährung von Entgelt im Krankheitsfall fort, auch wenn krankheitshalber die Bezugsfristen für das Entgelt überschritten sind.

 
Wichtig

Für Aufwendungen in der Zeit des Bezugs von Entgelt im Krankheitsfall bei Erkrankung eines Kindes (§ 45 SGB V, Freistellung bis zu 50 Arbeitstage je Kalenderjahr) besteht Beihilfeberechtigung.

9.2 Pflegezeit

Zur Pflege naher Angehöriger in häuslicher Umgebung können Beschäftigte nach Maßgabe des § 3 des Pflegezeitgesetzes (PflegeZG) ganz oder teilweise für längstens 6 Monate freigestellt werden (Pflegezeit). Nach § 2 PflegeZG besteht ferner Anspruch auf Freistellung von bis zu 10 Arbeitstagen (unter Gewährung von Lohnersatzleistungen), um eine bedarfsgerechte Pflege von nahen Angehörigen zu organisieren oder sicherzustellen. Eine Beihilfeberechtigung bleibt während der Freistellung bestehen.

Die nach dem Familienpflegezeitgesetz mögliche Verringerung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 15 Stunden für höchstens 2 Jahre wegen der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung (Pflegeteilzeit, Familienpflegezeit) beeinflusst nicht die Beihilfeberechtigung. Allerdings verringert sich der Beihilfeanspruch im Ausmaß der Arbeitszeitermäßigung.

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