Beihilfe / 27.2 Behandlung durch leitende Krankenhausärzte

Ärztliche Leistungen bei Chefarztbehandlung werden nach der Gebührenordnung für Ärzte berechnet. Beihilfefähig sind bei ärztlichen Leistungen mit durchschnittlicher Schwierigkeit i. d. R. nur die Gebühren bis zu einem mittleren Gebührensatz (Schwellenwert). Wird dieser Schwellenwert überschritten, ist das Arzthonorar beihilfefähig,

  1. soweit nicht die genannten Höchstgebühren (also das 3,5-, 2,5- bzw. 1,3-Fache der Einfachgebühr) überschritten werden, von außerordentlich seltenen abgesehen,
  2. es sich zudem um einen Fall mit besonderen Schwierigkeiten und (oder) mit einem besonders hohen Zeitaufwand handelt und
  3. die Überschreitung des Schwellenwerts vom Arzt in der Rechnung ausreichend begründet wird.

Über den GOÄ-Höchstsätzen liegende Arztgebühren sind nur beihilfefähig in außergewöhnlichen, medizinisch besonders gelagerten Einzelfällen. Über dem Gebührenrahmen (= 3,5-facher Gebührensatz) liegende Honorare darf der Arzt nur aufgrund einer besonderen Vereinbarung ("Abdingung") berechnen.

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