Befristete Arbeitsverträge mit Profifußballern

LAG Rheinland-Pfalz, Urteil v. 17.2.2016, 4 Sa 202/15

Befristungen von Arbeitsverträgen zwischen Bundesligavereinen und ihren Lizenzspielern können grds. durch die Eigenart der Arbeitsleistung als Profifußballspieler gem. § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG gerechtfertigt sein.

Sachverhalt

Der Kläger ist Torhüter und seit Sommer 2009 aufgrund mehrerer befristeter Arbeitsverträge für den beklagten Bundesligaverein tätig, für den er in der Saison 2013/14 in der Hinrunde 10 Spiele bestritt. Nachdem er jedoch ab Mitte Oktober 2013 krankheitsbedingt ausfiel, durfte er nur noch am Trainings- und Spielbetrieb der 2. Mannschaft (Regionalliga) teilnehmen und wurde in der Rückrunde nicht mehr für Bundesligaspiele eingesetzt. Der Kläger klagt nun zum einen auf Feststellung, dass sein Arbeitsverhältnis aufgrund der Befristung zum 30.6.2014 nicht beendet worden ist, zum anderen auf Zahlung der Prämie für die von der Erstligamannschaft in der Rückrunde erspielten Punkte.

Die Entscheidung

Die Klage hatte vor dem LAG keinen Erfolg. Allerdings wurde die Revision zum BAG zugelassen.

Nach Auffassung des LAG war die Befristung des Vertrags gem. § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG wegen der Eigenart der geschuldeten Arbeitsleistung des Klägers als Profifußballspieler sachlich gerechtfertigt, sodass das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien geendet hatte. Des Weiteren beanstandete das Gericht auch nicht die Entscheidung der Beklagten, den Kläger nicht mehr im aktiven Spielbetrieb einzusetzen, selbst wenn ihm hierdurch faktisch die Möglichkeit versagt wurde, eine Punkteprämie zu erspielen.

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