Bei Jobbörsen können Stellenangebote veröffentlicht und es kann gezielt nach Bewerbern gesucht werden, wozu sich unter Active Sourcing mehr Information findet. Eine eigene Stellenausschreibung ist in den bekannten Jobbörsen meist kostenpflichtig. Sind jedoch mehrere Stellen zu besetzen, lohnt es sich, ein Kontingent zu kaufen und einen Rahmenvertrag auszuhandeln. Für eine Stellenausschreibung ist mit Kosten von unter hundert bis zu einigen hundert Euro zu rechnen. Die Kosten richten sich in der Regel nach der Größe, aber auch nach den kommerziellen Interessen der Suchmaschinen. Deutliche Unterschiede bestehen ebenfalls bei den Kosten für das Abrufen von Bewerberprofilen.

 
Stepstone.de StepStone ist inzwischen das beste Jobportal, das online für den deutschen Markt zur Verfügung steht – über alle Branchen hinweg. Das Portal zielt auf Akademiker und Fachkräfte.
Meinestadt.de Meinestadt bietet neben Immobilienbörse, Kleinanzeigen etc. auch einen der größten Stellenmärkte in Deutschland. Aushilfstätigkeiten, aber auch Positionen für weniger mobile Fachkräfte sind hier (regional) gut platziert.
Monster.de Monster Deutschland gehört nicht mehr zu den größten Jobbörsen, Monster Weltweit ist nach wie vor eine der größten. Insbesondere im internationalen Bereich daher nach wie vor eine Plattform, die nicht vergessen werden sollte.
Xing.de Das im DACH-Raum starke Business-Network bietet neben den Anzeigen noch viele weitere Funktionen und wird beim Active Sourcing genauer betrachtet.
LinkedIn.com LinkedIn ist als Business-Network weltweit unterwegs. Insbesondere akademische und Führungspositionen werden hier gepostet, sei es auf Deutsch oder Englisch. Auch LinkedIN wird beim Active Sourcing näher betrachtet.
Kununu.de Kununu ist eine deutschsprachige Arbeitgeberbewertungsplattform, und inzwischen auch eine Jobbörse.
Glassdoor.de Glassdoor ist das international aufgestellte Pedant von kununu.
 
Praxis-Tipp

Zielgruppenspezifische Auswahl auch der Jobbörsen

Je nach Position sollte sich die Suche nicht nur auf die großen überregionalen Jobbörsen konzentrieren. Gerade für weniger hochqualifizierte Positionen bieten sich regionale Jobbörsen an. Wenn Sie aufgrund der Personalplanung wissen, dass viele Einstellungen geplant sind, sollten Sie kostengünstige Rahmenverträge mit Jobbörsen aushandeln.

Umgang mit sozialen Netzwerken

Wie bereits aus der Liste ersichtlich, gehört das Veröffentlichen von Stellenanzeigen in Netzwerken wie LinkedIn oder XING mittlerweile zu den meistgenutzten Kanälen. Darüber hinaus können Stellenanzeigen auch auf Plattformen – wie Instagram und Youtube – und in sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook und TikTok, gestreut werden. Mal abgesehen davon, dass es sich bei letzter um eine datenschutzrechtlich- und politisch zweifelhafte Variante handelt, sind dies soziale Plattformen, die in erster Linie privat genutzt werden. Für Schüler und Auszubildende gibt es für das Recruiting naheliegendere Varianten, wie azubiyo.de, azubister.de oder die ihk-lehrstellenboerse.de. Zudem setzt eine erfolgreiche Verbreitung in sozialen Netzwerken ein eigenes Profil und ständige Aktivitäten voraus. Eine einmalige Aktion hätte nur mit übermäßigem Aufwand (oder unverhoffter Viralität) die Chance auf Erfolg. Um einen ständigen Dialog in den Netzwerken zu führen, bedarf es Zeit und Know-How. Die Investition kann sinnvoll sein, sich auf den Plattformen der jeweiligen Zielgruppe zu positionieren, bei Studierenden und bei Berufserfahrenen eher Instagram, bei Auszubildenden dann eher Facebook. Wichtig ist, dass der Social Media-Auftritt des Unternehmens professionell ist und nur verspricht, was das Unternehmen auch halten kann. Hier besteht eine Schnittstelle zum Employer Branding. Wer versucht, sich als ein besonders hippes Unternehmen darzustellen, tatsächlich aber ziemlich eingestaubt ist, wird mit der Strategie nicht weit kommen.

Bei den genannten Arbeitgeberbewertungsplattformen, wie Kununu im DACH-Raum und international Glasdoor, wird das Unternehmen von Dritten bewertet. Ob das Unternehmen das möchte oder nicht, spielt zunächst keine Rolle. Unternehmen können aktiv ein Profil zur Darstellung als Arbeitgeber erwerben und erhalten somit die Möglichkeit, auf Bewertungen und Anmerkungen zu antworten. Auch wenn (noch) nicht alle Kandidaten Bewertungen nutzen oder selbst welche abgeben, die Relevanz und das Vertrauen in die Plattformen sind mindestens so groß wie in "herkömmliche" Arbeitgeberrankings, -wettbewerbe und Zertifikate.

Mit Blick auf besonders enge Teilarbeitsmärkte kann auch Retargeting, das aus dem Online-Marketing kommt und die Nutzung der Daten konkreter Suchanfragen des einzelnen Nutzers umfasst, interessant sein. Es handelt sich um ein Verfolgungsverfahren, bei dem Besucher einer Webseite oder eines Webshops markiert und anschließend auf anderen Webseiten mit gezielter Werbung wieder angesprochen werden. Für Stellenanzeigen bedeutet das, dass dem Suchenden Stellenanzeigen angezeigt werden, die in etwa seinem Suchpr...

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