§ 67 BPersVG (und entspr. L... / b) Abstammung

Abstammung bedeutet die blutsmäßige oder volksmäßige Zugehörigkeit ebenso wie die landsmannschaftliche Herkunft.

Daraus folgt, dass Bevorzugung ebenso wie Benachteiligung wegen verwandtschaftlicher Beziehungen bei jedweden Personalmaßnahmen verboten sind. Ebenso unter dieses Merkmal des Benachteiligungsverbots fallen Benachteiligungen wegen unehelicher Geburt.

Gleichfalls verboten ist die Benachteiligung wegen der individuellen Herkunft. Das BVerfG definiert "Herkunft" als die aus der Familiengeschichte hergeleiteten sozialen Verwurzelung. Es geht also um die soziale Situation, in die die Person hineingeboren wurde (Adel, Ober-/Unterschicht). Nicht entscheidend ist damit die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht, die eine Person den eigenen Lebensumständen schuldet.

Der Begriff der "Heimat", der anders als in Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG nicht explizit in § 67 Abs. 1 BPersVG genannt wird, ist aufgrund der Gesetzessystematik ebenfalls vom Benachteiligungsverbot erfasst.

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