26.07.2013 | Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

Schleusenwärter streiken für Abschluss eines Tarifvertrags

Binnenschiffer müssen mit Behinderungen rechnen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung stößt auf Kritik und führt zu bundesweiten Streiks an zahlreichen Schleusen. Binnenschiffer und Wassertouristen müssen sich in den kommenden Tagen auf Behinderungen einstellen.

Hintergrund der Streiks, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, ist der Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes. Dabei könnten bundesweit 3.000 Stellen wegfallen. Derzeit gibt es rund 12.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft will für die Schleusenwärter und anderen Verwaltungsangestellten einen Tarifvertrag durchsetzen, der unter anderem Entlassungen ausschließt.

Reformpläne führen zu Stellenabbau und Umorganisation

Nachdem seit den 1990er Jahren bereits 5.000 Stellen abgebaut wurden, strebt das Ministerium nun eine „Zentrale Ressourcensteuerung“ an, die sich vor allem auf vielbefahrene Wasserstraßen konzentriert. Auch Vertreter des dbb beamtenbund und tarifunion kritisieren die Pläne. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Reform, aber diese Reform ist nicht geeignet.“, so die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Kirsten Lühmann. Bei dem geplanten weiteren Stellenabbau werde ignoriert, dass der WSV in den vergangenen Jahren laufend neue Aufgaben und Zuständigkeiten im Umweltschutz übertragen worden sind.

Die Reform sei zum einen ohne Mitwirkung der Beschäftigten vorbereitet worden. Zum anderen werde die geplante Zentralisierung von Aufgaben anstelle von mehr Effizienz vor allem neue „Schnittstellenprobleme“ schaffen. Bisher verantworten die regionalen Wasser- und Schifffahrtsämter Betrieb, Unterhaltung und Neubau von Wasserstraßen in einer Hand. Künftig sollen diese Aufgaben von unterschiedlichen Standorten aus jeweils zentral gesteuert werden.

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