29.10.2012 | Rheinland-Pfalz

Warnung vor personellen Engpässen im öffentlichen Dienst

Bild: Haufe Online Redaktion

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) warnt wegen des Bevölkerungswandels vor personellen Engpässen im öffentlichen Dienst.

Der Rückgang von Einwohnerzahl und Arbeitskräften treffe den öffentlichen Dienst früher und härter als die private Wirtschaft, sagte Lewentz laut Redemanuskript am Donnerstag beim Gewerkschaftstag der Kommunalgewerkschaft Komba Rheinland-Pfalz in Koblenz. Während die Wirtschaft ihre Belegschaften in den 1990er Jahren stark verjüngt habe, sei die Entwicklung im öffentlichen Dienst genau andersherum gewesen. Dort sei lediglich ein Viertel der Beschäftigten derzeit jünger als 35 Jahre.

Es bestehe etwa an Gymnasien und berufsbildenden Schulen ein dringender Bedarf an qualifiziertem Lehrpersonal. Zudem falle es vielen kommunalen Verwaltungen schon heute schwer, technisches Personal zu gewinnen. «Mit den heutigen Einkommensstrukturen wird zukünftig qualifizierter Nachwuchs für den öffentlichen Dienst nur schwerlich gewonnen werden können», sagte Lewentz. Insofern sei etwa eine Anhebung der Eingangsgehälter zu erwägen. Wichtig sei neben der Bezahlung aber auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Schlagworte zum Thema:  Öffentlicher Dienst, Personal, Lehrer

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