26.03.2014 | TVöD Tarifrunde 2014

Vielerorts Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr

Warnstreiks im öffentlichen Dienst betreffen für allem den ÖPNV.
Bild: Haufe Online Redaktion

Neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst betreffen vor allem den öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Pendler mussten sich auf Behinderungen einstellen.

In großen Teilen von Nordrhein-Westfalen stehen Busse und Straßenbahnen still. Am Mittwoch, 26.3., hat ein erneuter Warnstreik im öffentlichen Dienst begonnen. «Wir haben eine annähernd hundertprozentige Streikbeteiligung», sagte der Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Günter Isemeyer.

Die Gewerkschaft Verdi hatte angekündigt, den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahmzulegen. Landesweit würden sich voraussichtlich 12.000 Beschäftigte am Streik beteiligen, sagte Isemeyer. In den großen Städten in Nordrhein-Westfalen sollen nur Linienbusse von privaten Unternehmen fahren. So will die Rheinbahn in Düsseldorf den Verkehr auf 17 Busstrecken aufrechterhalten.

Auch in Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Sachsen müssen Pendler mit Behinderungen rechnen.

Die Deutsche Bahn und die privaten Bahngesellschaften sind nicht von dem Warnstreik betroffen. Regionalzüge und S-Bahnen sollen wie gewohnt fahren.

Druck für nächste Verhandlungsrunde am 31.3.

Verdi will mit den Aktionen Druck vor der dritten Tarifverhandlungsrunde am kommenden Montag machen. In der zweiten Runde hatte es zwar eine Annäherung in einzelnen Punkten, aber insgesamt keinen Durchbruch gegeben. Die Gewerkschaften fordern, dass die Einkommen der 2,1 Millionen Angestellten im Bund und in den Kommunen um einen Betrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent steigen.

Weitere Warnstreiks geplant

Am Donnerstag sollen sich in Nordrhein-Westfalen Mitarbeiter von Kindertagesstätten, Stadtverwaltungen und der Müllabfuhr dem Warnstreik anschließen. Auch an Flughäfen sind Arbeitsniederlegungen geplant.

In vielen Städten in Bayern könnte es in den nächsten Tagen Einschränkungen bei Kindertagesstätten, Müllabfuhr, Behörden oder Krankenhäusern geben. Auch in Hessen sind Stadtverwaltungen von den Warnstreiks betroffen. In Baden-Württemberg bleiben vielerorts Kita-Türen verschlossen.

Schlagworte zum Thema:  Tarifverhandlung, Kommunale Arbeitgeber, Öffentlicher Dienst, Verkehr, Gewerkschaft, Warnstreik, Krankenhaus TVöD

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