25.01.2012 | Personal & Tarifrecht

Vergütung: Tariflicher Ausbildungslohn legt deutlich zu

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen haben sich im Jahr 2011 um 2,9 Prozent und damit stärker als im Jahr 2010 mit 1,3 Prozent erhöht. Das sind Ergebnisse einer Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Das BIBB stellte zudem fest: Auch im Ausbildungsbereich ergibt sich ein "Pay Gap" zwischen Männern und Frauen.

In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2011 sogar um 4,9 Prozent auf durchschnittlich 642 Euro im Monat - und somit ebenfalls deutlich mehr als im Jahr zuvor (2,9 Prozent). Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich weiter verringert: Im Osten werden jetzt 91 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht (2010: 89 Prozent). Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2011 bei 700 Euro pro Monat und damit um 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert von 678 Euro.

 

Frauen in Ausbildungsberufen mit niedrigerer Vergütung

Das BIBB errechnete auch die Vergütungsdurchschnitte für die weiblichen und männlichen Auszubildenden: Danach kamen 2011 in Westdeutschland die männlichen Auszubildenden auf durchschnittlich 721 Euro, die weiblichen auf 688 Euro. In Ostdeutschland betrug der tarifliche Durchschnittswert für männliche Auszubildende 658 Euro und für weibliche 614 Euro.

Die abweichenden Vergütungsdurchschnitte erklären sich laut dem BIBB dadurch, dass junge Frauen häufiger in Berufen mit einer eher niedrigeren Ausbildungsvergütung anzutreffen sind als junge Männer.

Bei allen Beträgen handelt es sich jeweils um die durchschnittlichen tariflichen Vergütungen während der gesamten Ausbildungszeit. Für die einzelnen Ausbildungsjahre ergeben sich für 2011 folgende Werte:

  • In Westdeutschland betrugen die Vergütungen im 1. Ausbildungsjahr durchschnittlich 633 Euro, im zweiten 703 Euro und im dritten 785 Euro pro Monat.
  • In Ostdeutschland beliefen sich die Ausbildungsvergütungen im 1. Ausbildungsjahr auf durchschnittlich 571 Euro, im zweiten auf 642 Euro und im dritten auf 706 Euro pro Monat.

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