Verdi bereitet TVöD-Tarifverhandlungen 2020 vor

Die Gewerkschaft Verdi wird für die nächste Tarifrunde im öffentlichen Dienst deutliche Einkommenssteigerungen fordern. Daneben will sie einen Tarifvertrag zum Thema Digitalisierung abschließen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will im neuen Jahr für umfassende Verbesserungen bei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen. Zentral seien dabei ein angepeilter Tarifvertrag Digitalisierung sowie die Einkommensrunde für Bund und Länder, sagte Verdi-Chef Frank Werneke.

Tarifvertrag Digitalisierung soll Vorbildfunktion haben

Verdi habe sich mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf die Aufnahme von Verhandlungen für einen Tarifvertrag Digitalisierung verständigt. «Ein solcher Tarifvertrag hätte Vorbildfunktion für den kompletten öffentlichen Dienst – und auch darüber hinaus», sagte Werneke. Bisher gebe es für die Folgen der Digitalisierung keine angemessene Mitbestimmung der Betroffenen. «Das ist überfällig, schließlich sollen den Bürgern ja viele Dienstleistungen künftig digital angeboten werden», unterstrich der Verdi-Chef. «Daher stehen große Veränderungsprozesse ins Haus, die sich auf die Arbeitsplätze auswirken.»

Verdi verlangt "deutliche Einkommenssteigerungen"

Anfang September beginnt dann die allgemeine Tarifrunde für die mehr als zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Werneke kündigte an: «Da setzen wir auf die Durchsetzung deutlicher Einkommenssteigerungen.»

Im April 2018 hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Steigerungen von im Schnitt 7,5 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten geeinigt.

Lesen Sie dazu: Tarifabschluss im öffentlichen Dienst 2018

dpa
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