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Urteil: Arbeitnehmer haben Recht auf freie Arztwahl

Das Recht auf die freie Arztwahl gilt grundsätzlich auch für krank gewordene Arbeitnehmer. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt festgestellt.

Der Fall: Arbeitnehmerin sollte bestimmten Arzt aufsuchen

Die Richter erklärten damit einen Passus im Arbeitsvertrag einer Rechtsanwaltsgehilfin für unwirksam. Die Kanzlei wollte die Mitarbeiterin vertraglich zur Untersuchung bei einem bestimmten Arzt verpflichten. Darüber hinaus sollte die Frau automatisch zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht verpflichtet werden. Ansonsten würde der Lohn während der Krankschreibung nicht weitergezahlt.

 

Die Entscheidung: Arbeitgeber darf keine Vorgaben machen

Nach Ansicht der Richter darf der Arbeitgeber aber nur dann einen bestimmten Arzt vorschreiben, wenn Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters bestehen. Dann könne der Medizinische Dienst der Krankenkasse eingeschaltet werden. Auf keinen Fall aber dürfe das Recht auf freie Arztwahl bereits im Arbeitsvertrag eingeschränkt werden. Darüber hinaus sei die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nicht an bestimmte Bedingungen zu knüpfen, so die Richter (Az. 7 Ca 1549/11).

 

 

 

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