20.01.2014 | Hessen

Unternehmer stützen Hessens Landesregierung bei Plänen zur Beamtenbesoldung

Hessische Unternehmer sprechen sich gegen Anhebung der Bezüge aus.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die neue schwarz-grüne Landesregierung in Hessen bekommt für ihre umstrittenen Pläne zur Beamtenbesoldung Unterstützung aus der Wirtschaft.

«Der Defizitabbau wird nur gelingen, wenn die Personalkosten spürbar begrenzt werden», erklärten die hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Frankfurt.

CDU und Grüne wollen die Beamtengehälter ab 2016 nur noch um jährlich ein Prozent steigern. Ohne diese Deckelung scheitere die Schuldenbremse, sagte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender. Beamtenverbände und Gewerkschaften protestieren dagegen.

Schuldenbremse contra Beschäftigteninteressen

Es gebe kein Recht auf hohe Gehaltssteigerungen - weder beim Staat, noch in Unternehmen, sagte Fasbender. Dies gelte erst recht, wenn der Arbeitgeber in einer finanziellen Schieflage sei wie das Land Hessen.

Die Einhaltung der Schuldenbremse und die Sanierung des Haushaltes dürften nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen, erklärte der hessische DGB-Vorsitzende Stefan Körzell. Die VhU liege falsch. «Auch in Branchen, die in Schieflage geraten sind, werden faire Tarifverhandlungen geführt. Dies will die zukünftige Landesregierung mit ihren Plänen für die Beamtinnen und Beamten aber ausschließen.»

Schlagworte zum Thema:  Beamtenbesoldung, Beamtenbezüge, Hessen

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