24.06.2011 | Personal & Tarifrecht

Universitätskliniken: Ärzte wollen 6,3 Prozent mehr

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund will in der nächsten Tarifrunde für rund 20 000 Ärzte an Universitätskliniken 6,3 Prozent mehr Geld erstreiten.

Die Forderung setzt sich aus einer fünfprozentigen linearen Erhöhung und weiteren Verbesserungen zusammen, wie die Ärztegewerkschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte. «Die Universitätskliniken müssen sich da bewegen», forderte der Gewerkschaftschef Rudolf Henke.

Der Tarifexperte des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag, sagte: «Wenn die Verhandlungskommission die Ärzte braucht, werden die Ärzte da sein. Wir wissen, dass sie bereit sind, diese Forderungen durchzusetzen.» Noch sei ein möglicher Streik aber kein Thema.

Zentral ist für die Mediziner auch eine starke Anhebung der Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Statt den heute zusätzlich gezahlten 1,28 Euro pro Stunde in der Nacht fordert der Bund einen 25-Prozent-Aufschlag.

Die Verhandlungen für die Ärzte an 23 Unikliniken mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beginnen am 12. Juli. Berlin und Hessen gehören nicht der TdL an. Ohne bessere Bedingungen mache sich der Ärztemangel in einigen Bereichen auch in den Unikliniken breit, warnte Henke.

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