| TVöD Tarifrunde 2014

Positionen von Kommunalarbeitgebern und Gewerkschaft noch weit auseinander

Für die Kommunen könnte eine Tarifeinigung teuer werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Vor Beginn der Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst am Donnerstag zeichnen sich harte Verhandlungen ab. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) stellt sich bereits auf baldige Arbeitsniederlegungen ein.

VKA-Präsident Thomas Böhle äußerte sich vor den morgen beginnenden Gesprächen: «Wir wissen, dass für den Zeitraum zwischen der ersten und zweiten Verhandlungsrunde Warnstreiks bereits geplant sind.». Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, mahnte: «Das Verhalten der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde wird sicherlich in den Betrieben, Verwaltungen, Krankenhäusern und Kitas aufmerksam registriert.»

Kommunen müssten über 6 Milliarden Euro zusätzlich aufwenden

In den Verhandlungen für die 2,1 Millionen Tarifbeschäftigten der Kommunen und des Bundes fordern die Gewerkschaften einen Sockelbetrag von 100 Euro für alle Arbeitnehmer und zusätzlich 3,5 Prozent mehr Geld. Die Entgelte würden dadurch im Schnitt um 7,14 Prozent und in der Spitze um bis zu 10,2 Prozent steigen, kritisierte Böhle. Er wies die Forderungen als unannehmbar zurück.

Nach Berechnungen des VKA kämen auf die Kommunen mit ihren mehr als zwei Millionen Beschäftigten jährlich zusätzliche Ausgaben von 6,1 Milliarden Euro zu. Bsirske betonte, seine Gewerkschaft wolle zügig ein Ergebnis am Verhandlungstisch erreichen. «Deshalb erwarten wir von den Arbeitgebern in der ersten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot.»

Schlagworte zum Thema:  TVöD, Kommunen, Öffentlicher Dienst, Gewerkschaft, Tarifverhandlung, Krankenhaus TVöD

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