| TVöD Tarifrunde 2014

Kommunen fühlen sich von Tarifforderung überfordert

Kommunen befürchten finanzielle Überforderung.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Vor Beginn der ersten Tarifrunde im öffentlichen Dienst an diesem Donnerstag haben die Kommunen den Gewerkschaften unbezahlbare Forderungen vorgehalten. «Was die Gewerkschaften fordern, überfordert uns», sagte ihr Verhandlungsführer Thomas Böhle.

Der von Verdi und dem Beamtenbund verlangte Sockelbetrag von 100 Euro und ein weiterer Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent würden einfache Dienstleistungen «sehr viel teurer» machen. Zudem ginge eine solche Erhöhung zulasten der höheren Einkommen. Deren Bezieher müssten aber ordentlich bezahlt werden - «oder wir bekommen massive Probleme im Wettbewerb um guten Nachwuchs», argumentierte Böhle.

dbb hält schnellen Kompromiss für möglich

Ungeachtet der Arbeitgeberklagen setzt der dbb-Beamtenbund auf eine schnelle Einigung. «Wenn vor allem die VKA jetzt auf die angebliche Unbezahlbarkeit unserer Forderungen verweist, ist das vor allem Tarifritual», sagte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ.

«Böhle und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sind Profis, und wir sitzen im öffentlichen Dienst doch alle im selben Boot.» Es gehe um berechtigte Interessen, konkurrenzfähige Einkommen und stabile Staatsfinanzen. Russ: «Ein Kompromiss sollte noch im März möglich sein.»

Schlagworte zum Thema:  Kommunen, Tarifverhandlung, Öffentlicher Dienst, Gewerkschaft, Tarifvertrag , TVöD

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