26.03.2015 | Baden-Württemberg

TV-L-Tarifergebnis nur zeitversetzt auf Beamte übertragen

Baden-Württemberg will TV-L-Ergebnis nur zeitversetzt übertragen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg will das Tarifergebnis für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder zwar inhaltsgleich, aber zeitversetzt auf die Beamten übertragen, wie bereits jetzt angekündigt wurde.

«Für uns stellt sich die Alternative eins zu eins aus finanziellen Gründen nicht», sagte SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel bei einer Tagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Stuttgart. GEW-Landeschefin Doro Moritz hatte zuvor die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Bematen gefordert.

Die Gewerkschaften fordern für die rund 800.000 Beschäftigten der Länder 5,5 Prozent mehr Geld und den Erhalt der betrieblichen Altersversorgung. Die Tarifvertragsparteien gehen an diesem Samstag in die vierte Verhandlungsrunde.

Schmiedel sagte, in Rheinland-Pfalz werde die Besoldung jährlich um ein Prozent jährlich pro Jahr - unabhängig vom Tarifergebnis - erhöht. Doch durch dieses Modell hänge die Staatsdiener von der allgemeinen Einkommensentwicklung ab. Deshalb sei das baden-württembergische Konzept überlegen. Immerhin sei die Beamtenbesoldung im Bundesvergleich im Südwesten nach Bayern die höchste, betonte der SPD-Mann.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifverhandlung, Beamte, Baden-Württemberg

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