04.03.2013 | TV-L

Weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Bild: Haufe Online Redaktion

Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst wollen die Gewerkschaften mit Warnstreiks den Druck auf das Länder erhöhen. Der DGB, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Verdi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die IG BAU rechnen ca. 2.000 Teilnehmern in Sachsen, davon etwa 1.000 Lehrer.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben Lehrer in Leipzig und den umliegenden Landkreisen heute ihre Arbeit niedergelegt. Die Bildungsgewerkschaft GEW rief zu dem Warnstreik auf und rechnete damit, dass an mehr als 220 Schulen Unterricht ausfällt. Fast 1.900 Lehrer wollten mit Bussen am Vormittag zu einer Kundgebung nach Dresden fahren. In Sichtweite des Finanzministeriums wollen sie ihren Forderungen - sie fordern unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld - Nachdruck verleihen.
Die Arbeitsniederlegungen sind der Anfang einer Warnstreikwoche in Sachsen. Die Bildungsgewerkschaft hat am Dienstag die Lehrer in Dresden und Bautzen sowie am Mittwoch in Chemnitz und Zwickau zum Warnstreik aufgerufen. Damit wollen sie Druck auf die Tarifkommission der Länder machen, die für bundesweit 800.000 Beschäftigte noch kein Angebot vorgelegt hat. Am 7. und 8. März soll weiter verhandelt werden.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Das Land hatte aus Spargründen beschlossen, dass die Beamtenbezüge von 2012 bis 2016 nur um ein Prozent pro Jahr steigen sollen. Die GEW wehrt sich zudem dagegen, dass angestellte Lehrer weniger Geld bekommen als ihre verbeamteten Kollegen.

Schlagworte zum Thema:  Streik, Warnstreik, TV-L, Öffentlicher Dienst

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