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Warnstreiks gehen weiter

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder werden fortgesetzt. Am 7. März soll die nächste Verhandlungsrunde beginnen.

Mit einem Warnstreik im Schulamtsbezirk Rostock geht die Lehrer-Protestwelle in Mecklenburg-Vorpommern in die vorerst letzte Runde. Rund 2.800 Lehrer sind zum Streik für eine bessere Bezahlung aufgerufen. Voraussichtlich 121 Schulen sind von der Arbeitsniederlegung betroffen. Vielerorts fällt für ältere Schüler der Unterricht aus, die jüngeren werden in den Schulen betreut. Die Lehrer im Bereich des Rostocker Schulamts sind nach denen in den Bezirken Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald die vorerst letzten, die auf den Straßen öffentlich auf die Forderungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufmerksam machen wollen. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Geld sowie eine tarifliche Eingruppierung und die Beibehaltung der bisherigen Urlaubsregelung.
Die GEW zeigte sich mit der bisherigen Beteiligung zufrieden, mehr als 50 Prozent der Lehrer seien den Aufrufen gefolgt. In Schwerin und Greifswald hätten jeweils rund 1.500 Lehrer auf die schlechten Bedingungen in ihrem Job und die Bezahlung aufmerksam gemacht. Bei einem Autokorso in Neubrandenburg seien mehr als 170 Autos gezählt worden, der Verkehr in der Stadt sei zeitweilig lahmgelegt gewesen.
Einen landesweiten Protesttag mit Großkundgebung in Schwerin hat die GEW für Mittwoch nächster Woche (6. März) angekündigt. Die vorerst letzte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder soll am Tag darauf in Potsdam beginnen.

Streiks auch in der Schifffahrtsverwaltung
Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen haben am Donnerstag einen 24-stündigen Warnstreik begonnen. Davon waren auch die Schleusen des für die Seeschifffahrt wichtigen Nord-Ostsee-Kanals in Schleswig-Holstein betroffen, wie eine Verdi-Sprecherin bestätigte. An dem Arbeitskampf wollten sich aber nicht nur dort, sondern bundesweit Beschäftigte der Wasser- und Schifffahrtsämter beteiligen. Die Warnstreiks richten sich laut Verdi gegen die geplante Umstrukturierung der Verwaltung. Dadurch würden Standorte geschlossen, Jobs gefährdet und die gesamte Infrastruktur der Wasserwege in eine unsichere Rechtslage gebracht.

Schlagworte zum Thema:  Streik, TV-L, Lehrer

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